Prignitz. Ein Wegbegleiter

Warum in die Prignitz reisen? Wie wäre es mit dieser Antwort: Weil schließlich auch die Störche kommen. Allein entlang der Elbe sind es rund 100 Brutpaare pro Jahr, ein Drittel davon in Rühstädt. Sie nehmen einen gefahrvollen Flug aus Afrika auf sich, um in die Prignitz zu kommen. Dass sie das tun, ist ein Qualitätsmerkmal für intakte Natur. Denn Störche sind wählerisch. Sie kommen nur, wenn alles stimmt.

Auch Menschen kommen in Scharen in die Prignitz. Viele von ihnen auf dem Fahrrad. Sie folgen einem der beliebtesten Radfernwege Deutschlands, dem Elberadweg. Oder sie sind auf einer der zahlreichen ausgewiesenen Radrouten unterwegs. Andere Besucher kommen, um zu reiten, Kanu zu fahren, zu angeln oder – ganz wichtig – um zu pilgern. Wieder andere kommen extra in schicker Kleidung, um sich in Festspiel-Atmosphäre an Musical- und Operetten-Klängen zu erfreuen. Es gibt noch viele andere gute Gründe, in die Prignitz zu reisen. Einige davon beschreibt der Wegbegleiter.

So manchen zieht es in die Prignitz, weil hier Zeitreisen möglich sind. Die Landschaft, die bereits in der Steinzeit besiedelt war, besitzt viele archäologische Ausgrabungsstätten. So das berühmte Königsgrab von Seddin. Es wird – wie andere Fundstätten auch – nach und nach für Besucher hergerichtet. In Freyenstein sind bereits die Reste einer mittelalterlichen Stadt ein Besuchermagnet. Vier Prignitz-Städte waren Mitglied der Hanse. In Wittstock (Dosse) bekommt man eine Ahnung davon, wie es auf einem Schlachtfeld im Dreißigjährigen Krieg zuging. Museen lassen die Uhr in jene Zeit zurückdrehen, als Adelsfamilien noch das Sagen hatten und der Pflug mit einer PS übers Feld gezogen wurde. Wertvolle Sammlungen von Porzellan, Kleidern und Kirchenschätzen sind in der Prignitz zu besichtigen.

Eine Region mit so viel Geschichte ist auch voll von Geschichten. Einige davon werden in diesem Buch erzählt. So die vom glücklosen Ritter Bassewitz, von den gefürchteten Quitzows, vom tatkräftigen Admiral Arnold Gijsels van Lier oder von der kleinen Dott. Andere Geschichten stimmen eher nachdenklich. So die von der Elbe als Grenzfluss während der deutsch-deutschen Teilung oder die vom Ende des Nähmaschinenwerkes in Wittenberge.Lassen wir uns also ein auf die Prignitz, eine Landschaft, in der es noch viel zu entdecken gibt. Auf rund 270 Seiten werden in diesem „Wegbegleiter“ Ausflugsziele, Stadtkerne und Sehenswürdigkeiten in der West- und Ostprignitz vorgestellt.

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