Potsdam und Havelland mit Fläming

Vogelperspektive: imposante Aussichten

Der Reiz einer Landschaft erschließt sich am besten von oben. Deshalb beneiden wir die Vögel für ihren Überblick, den sie sich mit ein paar Flügelschlägen so scheinbar leicht verschaffen können. Hier ein paar Tipps, die hoch hinaus führen, um schöne Panorama-Blicke oder ganz ungewöhnliche Sichten zu genießen. Wie vom neuen Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten auf eine geheimnisvolle Kulisse.

Beginnen wir unsere Tour auf Türme und Bergkuppen in Potsdam. Die Landeshauptstadt ist von Aussichtspunkten regelrecht umgeben. Den Anfang machen wir mit einem wenig bekannten Ausblick. Vom Hauptbahnhof aus ist es nur ein kurzer, aber steiler Weg hinauf zu jenem Bauwerk, in dem zwischen 1990 und 2015 der brandenburgische Landtag residierte. Die Adresse „Am Havelblick“ sagt schon alles. Und tatsächlich bietet sich von hier ein wunderbarer Blick über die Potsdamer Innenstadt.

Wer den Blick schweifen lässt, wird gleich mehrere weitere Aussichtspunkte in der Potsdamer Innenstadt finden. Der spektakulärste ist die Aussichtsplattform der Nikolaikirche. Sie zieht sich um die gesamte Riesenkuppel herum. Während des Aufstiegs bietet sich eine grandiose Sicht hinunter in die Kirchenhalle. In 50 Metern Höhe geht der Blick dann in alle Himmelsrichtungen: Schloss Sanssouci ist zu entdecken, vom Großen Militärwaisenhaus grüßt die Caritas, vom Landtags-Portal die Fortuna und vom Alten Rathaus gegenüber der Atlas. Alle drei Skulpturen glänzen golden in der Sonne. Was die Höhe angeht, macht der Plattform auf der Nikolaikirche nur der Hotelturm am Havelufer mit seinen 17 Stockwerken Konkurrenz. Vom Obergeschoss, das mit dem Lift bequem zu erreichen ist, lässt sich die Umgebung Potsdams genießen.

Gute Aussichten im Havelland
Ähnlich wie Potsdam hat die letzte Eiszeit auch Werder (Havel) mit einer Kette von Erhebungen ausgestattet, die die ohnehin schon einzigartige Inselstadt von ihren Schokoladenseiten zeigen. Da hätten wir entlang dem Hohen Weg die Friedrichshöhe und ein Stück weiter die Bismarckhöhe. Der bei Weinliebhabern bekannte Wachtelberg ist nicht nur Deutschlands nördlichstes Anbaugebiet von Qualitätswein. Er bietet auch weite Blicke ins Havelland, zum Beispiel in Richtung Petzow. Dort steht auf einer Anhöhe die von Schinkel entworfene Dorfkirche. Ihr Kirchturm bietet einen der schönsten Ausblicke im gesamten Havelland.

In der Nähe von Ferch, im Hinterland des Schwielowsees, erhebt sich ein Berg auf 125 Meter Höhe, der „Wietkiekenberg“. Dieser Name verrät zweierlei: zum einen, dass hier früher niederdeutsch gesprochen wurde und zum anderen, dass der Berg einst einen weiten Blick in die Umgebung ermöglichte. Bäume versperren inzwischen die Sicht. Eine Aussichtsplattform auf knapp halber Höhe eines 55 Meter hohen Betonmastes löst das Problem. Bei gutem Wetter sind der Berliner Fernsehturm und das Kloster Lehnin zu sehen.

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