Spreewald mit Lausitz und Elbe-Elster

Wie der Teufel den Spreewald erschuf

Einst pflügte der Teufel das Bett der Spree. Er pflügte mit zwei schwarzen Ochsen und lautem Gebrüll. Doch nach einem Gutteil der Strecke machten die Ochsen schlapp und lagen müde in den Riemen. Da warf der Teufel wütend die Mütze nach ihnen und schrie: „Euch soll meine Großmutter holen!“ Von dieser Drohung aufgeschreckt, ergriffen die Ochsen panisch die Flucht und zogen den Pflug dabei kreuz und quer hinter sich her. Statt eines ordentlichen Flussbettes rissen die türmenden Ochsen das wilde Wasserlabyrinth des Spreewaldes auf.

So entstand der Spreewald. Jedenfalls der Sage nach. Denn dort, wo die Natur seltsame Phänomene hervorgebracht hat, wurde die Fantasie der Menschen besonders angeregt. Und wie sonst ließ sich einst dieses Delta von unzähligen Wasserläufen erklären, als mit dem Werk des Teufels? Natürlich wissen wir heute, dass es die Weichsel-Eiszeit war und auch die Menschen, die diese einzigartige Landschaft mit den Fließen und dem Mosaik aus Feldern, Wäldern und Wiesen schufen. Die Sagen aber zeugen von der tiefen Verbundenheit der Wenden und Sorben, die hier siedelten, mit der Landschaft und ihren Tieren und Pflanzen. Für die Leser heute sind sie spannend und unterhaltsam. Begleiten Sie uns also durch den sagenhaften Spreewald.
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