Still und verwunschen

Kanutour durch den Kagarschen Bach

Sie ist ein Geheimtipp, die Paddeltour zum und durch den Kagarschen Bach mit Start z.B. in Rheinsberg. Warum diese rund 15 Kilometer lange Tagestour so reizvoll ist, wollten wir von Christian Halbeck, Chef von boat-city Rheinsberg, wissen.

Warum empfehlen Sie Paddlern die Kagarsche-Bach-Tour?

Weil der Kargarsche Bach recht schmal und nur etwa 30 Zentimeter tief ist. Er wird von kleinen Brücken überspannt. Motorboote können hier nicht rein, bis auf ein paar Anlieger mit Mini- Booten. Der Bach ist also still und wirkt wie verwunschen mit dem dichten Schilf an den Ufern. Seerosen weben ihre Teppiche, pfeilschnell fliegt ein blauer Eisvogel vorbei. Hin und wieder lässt sich auch ein Fischadler beobachten, der auf Beutezug ist. Das ist einfach nur schön.

Und wie kommen die Paddler dort hin?

Vom Hafendorf Rheinberg aus geht es durch den Rheinsberger See und den Schlabornkanal auf den Schlabornsee nach Zechlinerhütte. Wer Lust hat, kann hier anlegen und sich im Restaurant Hüttensee stärken. Ab hier beginnt für mich das Sahnestück der Tour: Denn am Westufer führt der Dollgowkanal in den Dollgowsee. Das ist ein schöner, langgestreckter See mit klarem Wasser, der völlig von Wald umgeben ist. Wo kein Schilf wächst, kann man anlanden und wunderbar baden. Und am Ende des Sees geht es dann in den Kagarschen Bach, der dann plötzlich in den kleinen Kagarsee mündet. An seinem nordwestlichen Ufer liegt der Ort Kagar.

Wie lange paddelt man denn da?

So Pi mal Daumen und je nach Windstärke paddeln auch Ungeübte rund drei Kilometer in der Stunde – ohne Stress und Pause. Also sollte man mindestens fünf Stunden für hin und zurück einplanen. Wem das zu lang ist, den holen wir nach Absprache in Kagar mit dem Auto ab und bringen Kanu und Kanuten zurück nach Rheinsberg. Denn auch für Familien ist das eine erlebnisreiche Tour.

Haben Sie noch einen Insider-Tipp?

Ja, neben Badesachen sollten die Kanuten auch Proviant einpacken. Ein Picknick auf dem See oder am Ufer ist immer eine nette Abwechslung. Kagar hat einen öffentlichen Anleger, Paddler können die Boote an Land ziehen und hochlaufen zur Dorfstraße. Hier gibt es ein Wirtshaus und einen Kiosk. Ach so – und das Fernglas nicht vergessen!

leftVerlags-
übersicht
Menü
schliessen
right
shoppingzum
Buchshop