Foto links: Vorsaal oder Rittersaal Schloss Rheinsberg © Leo Seidel (links)

Die Schlösser der Prinzen von Preußen

Was verbindet die eindrucksvollen Schlösser in Rheinsberg und Oranienburg? Sie liegen beide malerisch am Wasser – das eine am Grienerickee, das andere an der Havel. Und in beiden wohnten Brüder des berühmten Preußenkönigs Friedrich II. – in Rheinsberg Prinz Heinrich und in Oranienburg Prinz August Wilhelm. Die Brüder pflegten einen intensiven Kontakt und trafen sich zu Landpartien. Doch bevor Prinz Heinrich ins Rheinsberger Schloss zog, verbrachte Friedrich hier von 1736 bis 1740 als Kronprinz die glücklichste Zeit seines Lebens. Beide machten aus dem verschlafenen Ort einen wahren Musenhof. Das Schloss präsentiert seinen Besuchern heute u. a. die Festsäle: den Spiegelsaal, den Vorsaal oder Rittersaal und den Muschelsaal. Er wurde von Carl Gotthard Langhans entworfen, dem Gestalter des Brandenburger Tors in Berlin. Schloss Oranienburg ließ sich die Gemahlin des Großen Kurfürsten ab 1651 zu ihrem Landsitz umbauen: Louise Henriette, geborene Prinzessin von Oranien-Nassau aus den Niederlanden, die dem Ort Oranienburg auch seinen Namen gab. Das Schlossmuseum zeigt eine Sammlung meisterhafter Kunstwerke, darunter prächtige Etagèren mit blauweißem asiatischen Porzellan. Was eint beide Schlösser noch? Sie gehören zu den attraktivsten Ausflugszielen im Ruppiner Seenland.

„Wanderin durch die Mark Brandenburg“

Sonderausstellung zum Fontane-Jahr mit Fotografien von Marie Goslich im Brandenburg-Preußen Museum Wustrau

Marie Goslich mit ihrer Plattenkamera

Als die junge Marie Goslich 1882 aus dem Pensionat in der Schweiz in ihre Heimat Brandenburg zurückkehrte, veröffentlichte Theodor Fontane gerade den vierten Band seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Beiden gemein war die tiefe Liebe zur Mark Brandenburg und ihren Menschen, die sie jedoch auf ganz verschiedene Weise ausdrückten.

Fontane hatte vor allem die Herrenhäuser, Klöster und Kirchen im Blick und polierte in seinem umfangreichen Werk den etwas verblassten Glanz der brandenburgischen Gegenwart mit den Erinnerungen an den Ruhm des alten Preußens auf. Marie Goslich (1859 – 1938) zog mit ihrer Plattenkamera durch die Mark Brandenburg und fotografierte die Menschen bei der Arbeit – Bauern, Fischer und Wanderhausierer. Vor allem dokumentierte sie das Leben und die Arbeit von Frauen. Mit künstlerischem Sinn für Details und mit viel Gefühl für die Menschen vor ihrer Kamera fing sie die Alltagskultur am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts ein. Ihre Beobachtungen regten sie auch zum Schreiben an. Der Zusammenklang ihrer Bilder mit ihren sozialkritischen Artikeln machte Marie Goslich zur Pionierin des modernen Fotojournalismus.

Außergewöhnliche Geschichte und inspirierende Gegenwart

Außergewöhnliche Geschichte und inspirierende Gegenwart

Schloss & Gut Liebenberg © Monique Wüstenhagen

Malerisch inmitten von Wäldern und Seen, dort, wo Brandenburg am schönsten ist, liegen Schloss & Gut Liebenberg. Ein romantisches Schlosshotel mit eigenem Park direkt am Großen Lankesee gelegen.

Der einstige Sitz der Fürstenfamilie zu Eulenburg und Hertefeld wurde 2005 von der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement übernommen und restauriert. Das Schloss & Gut können das ganze Jahr besucht werden. Im täglich geöffneten Museum erfahren Sie alles rund um die Vergangenheit Liebenbergs. Den Blick auf den See genießen, auf der Terrasse frühstücken, durch den Schlosspark spazieren, in der Fitnessscheune trainieren und saunieren, mit dem Rad die Ruppiner Seenlandschaft erkunden, gut essen und trinken – Liebenberg ist der ideale Ort für Entspannung und Entschleunigung vom hektischen und stressigen Alltag. Auch für besondere Anlässe wie Hochzeiten, Feiern und Tagungen findet man hier das perfekte Ambiente. übernachtet werden kann im Schloss oder im Seehaus. Das Seehaus liegt etwa zwei Kilometer vom Schloss entfernt und hat einen eigenen Park und Liegesteg mit Pavillon am Großen Lankesee.

Mehr als Schloss

Neben Schloss und Seehaus gehören der Gutshof mit Kaiserbrunnen und die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert zum Areal. Daneben erstreckt sich der Lenné-Park mit Lindenhaus und Teehaus sowie die Libertas-Kapelle. Ergänzt wird das Ensemble durch das Jagdtrainingszentrum, das zu den modernsten Raumschießanlagen Deutschlands gehört. Neben dem gutseigenen Jagdbetrieb werden circa 450 Hektar Forst nach den Grundsätzen der nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaftet.

Feine brandenburgische Küche

Der kulinarische Kalender des Restaurants stellt eine feine brandenburgische Küche vor. Kräuter und Gemüse werden in der Schlossgärtnerei angebaut und das Geflügel auf dem Gutshof aufgezogen. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten, die auf umweltfreundlichen, biologisch orientierten Anbau und auf eine artgerechte Tierhaltung Wert legen, bezieht die Hotelküche alles, was sie benötigt.

Highlights 2019

Lesungen, Brunch an Themensonntagen, Hochzeitsmesse, Veranstaltungen zu Geschichte & kulturellem Erbe, Nachtwächterstunde & Weihnachtsmarkt, zahlreiche Veranstaltungen zum Fontanejahr

Aktionstag zur bewussten Ernährung

Unvergessliche Feste und tolle Tage

Jugenddorf

Mit eigenem Strand und zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten ist das Jugenddorf eine ideale Adresse für Klassenfahrten, Feriencamps und andere Gruppenreisen. Auf einer Fläche von 12 Hektar sind Spaß und Abenteuer garantiert, zum Beispiel bei Drachenboottouren oder einem gemeinsamen Floßbau. Kein Wunder, dass es Vereine, Orchester, Schulklassen und Sportteams an den Ort zieht, den schon Fontane als „besondere Zierde des Sees“ beschrieb.

Gutshaus

Wer es komfortabel mag, nächtigt im Gutshaus mit 25 neu renovierten und modern eingerichteten Zimmern. Idyllisch direkt am Ruppiner See im Herzen Brandenburgs gelegen, lassen sich hier auch ganz wunderbare Familienfeste feiern. Paare können in der kleinen Gnewikower Dorfkirche aus dem 16. Jahrhundert romantisch „Ja“ sagen und danach im Gutshaus mit Wintergarten feiern.

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