In der Fischerhütte in Flecken Zechlin

Fontane kulinarisch

Nein, Fontane war kein Topfgucker, der mit Feinschmeckerzunge kritisch bewertete, was auf den Tisch kam, als er durch die Mark Brandenburg wanderte. Fontane konnte auch mit Einfachstem zufrieden sein. Von ihm stammt der Satz: „Ein Stück Brot ist ein Höchstes, ist Leben und Poesie.“

Und trotzdem kann er uns heute noch ein willkommener Ratgeber in Sachen Kulinarik sein. Die feinen Tafelsitten im Herkunftsland seiner französischen Vorfahren hatte er weitestgehend abgelegt. Auch in Fragen des Geschmacks war er längst ein Preuße. Ihm schmeckte das Deftige und Ungekünstelte. Vor allem aber mochte er Speisen, die aus dem bereitet waren, was Flora und Fauna der Umgebung zu bieten hatten. Da schaute er genau hin. Denn wer sich für Land und Leute interessiert, will auch wissen, was sie essen und wie sie essen. Heute bieten viele landwirtschaftliche Höfe und Bauernmärkte im Ruppiner Seenland Produkte aus der Region an. In der jeweiligen Erntezeit gibt es auch Angebote zum Selbstpflücken. Wo und wann genau, das erfahren Sie im Einkaufsführer, der jedes Jahr aktualisiert wird. Lassen Sie sich von den Angeboten überraschen, wie auch Fontane stets auf der Suche nach dem Unerwarteten war. Natürlich ergeben die einzelnen Produkte noch keine komplette Speise. So gesehen, war auch Fontane ein Gourmet, denn gut zubereitet mussten die Mahlzeiten auch für ihn sein. Das erste, was er über Rheinsberg berichtete, war ein kulinarisches Intermezzo: Wir hielten „vor einem reizend gelegenen Gasthofe … und beschließen, ein solennes Frühstück einzunehmen und zu proben, ob der Ratskeller seinem Namen Ehre mache oder nicht. Er tut es.“ Heute serviert man im Rheinsberger Ratskeller Schmorbraten in Ingwersoße mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen als „Fontanes Lieblingsgericht“. Ein paar Kilometer weiter, in Neuglobsow am Stechlinsee, steht das rustikale Restaurant „Fontanehaus“, eine ehemalige Glasmacherhütte. Es heißt, unter der riesigen Linde hinter dem Haus habe Fontane gesessen. Belegt ist das nicht. Trotzdem steht hier der „Fontaneschmaus“ auf der Speisekarte: geschmorte Rindsroulade, gefüllt mich Speck und Porree. Dazu Rotkohl und Kartoffelpüree.

Doch der Dichter muss nicht überall persönlich eingekehrt sein, wo in seinem Namen Gäste verwöhnt werden. Gastronomen des Ruppiner Seenlandes bieten im Rahmen des Projektes „fontane.kulinarik“ Variationen seiner Lieblingsspeisen an. Die Zutaten sind aus der brandenburgischen Küche, angerichtet werden sie wie zu Zeiten Fontanes. Die Köche wollen die Gäste im Fontanejahr auch kulinarisch mit Fontane auf die Reise schicken. Sie lassen es sich allerdings nicht nehmen, in einem 3-Gänge- Menü die Bandbreite der brandenburgischen Köstlichkeiten zu servieren, zu variieren, zu kreieren. Wenn dabei die Ansprüche der heutigen Gäste etwas höher sind als die des „wandernden“ Fontane, soll es ihnen recht sein.

Immer ein Genuss: Spargelhof Kremmen

„Vier Jahreszeiten“ – unter diesem Motto lädt Sie der Spargelhof Kremmen (fast) das ganze Jahr hindurch zum Genuss der erntefrischen Produkte und regionalen Erzeugnisse ein. Neben dem Kremmener Spargel haben sich auch die handverlesenen Heidelbeeren, die farbenfrohen und vielseitig verwendbaren Kürbisse sowie die Kremmener Freilandgänse als Gaumenschmaus längst einen Namen gemacht. Schauen Sie sich im Hofladen um und nehmen Sie die frischen und köstlich-gesunden Produkte aus eigenem Anbau für zu Hause mit.

Oder genießen Sie gleich vor Ort im Hofrestaurant: Das Küchenteam verwandelt die Erzeugnisse des Hofs je nach Saison in köstliche Gerichte. Der urige Bauernhof mit Streichelzoo, Kinderspielplatz mit Matschstrecke und Strohburg und vielen Veranstaltungen ist ein beliebter Treffpunkt für Familien. Machen Sie den kleinen Landurlaub perfekt und pflücken Sie selbst Heidelbeeren und Ihre Lieblingsblumen.

Für Tagesausflüge größerer Gruppen und für Firmenfeiern auf dem Spargelhof gibt es attraktive Angebote. Beliebt sind die regelmäßigen Buffet- Veranstaltungen. Hier finden Sie alle Infos wie Anfahrt, Öffnungszeiten, saisonale Angebote und Speisen:

Der schönste Duft der Welt

Am Dorfanger von Schwante duftet es freitags und samstags nach knusprigem Bauernbrot, kräftigem Holzofenbrot und würzigem Kräuterbrot. Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz, der das Familienunternehmen in die 5. Generation führt, verwendet nur ausgewählte Zutaten und lässt dem Teig Zeit. So bekommt jede Brotsorte ihren eigenen, charakteristischen Geschmack. Wie das Champagnerroggenbrot, das es nur hier gibt. Auch die Kuchenauswahl im Ladengeschäft gleich nebenan kann sich sehen lassen. Je nach Saison gibt es leckere Erdbeer-Rhabarberschnecken, saftigen Pflaumenkuchen oder süßsauren Apfelkuchen. Neu sind die Heidelbeermuffins, die der Bäckermeister kreiert hat mit dem Spargelhof Kremmen, der auch Heidelbeeren anbaut. Mmh, wer kann da noch widerstehen?

Bäckerei & Konditorei Plentz
Dorfstr. 43, Schwante, 16727 Oberkrämer
Tel. (03 30 55) 790 10
www.plentz.de
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Krümel-Klub in Kremmen

Vor allem kleine Brot-Fans, krabbelnde Schrippen-Freunde und Kuchen-Liebhaber unter einem Meter lädt Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz in das Familiencafé im Kremmener Klubhaus ein – ein Treffpunkt für alle.

Beim „Jungen Fritz“ in Rheinsberg zu Gast

Unter alten Bäumen vor dem Gasthaus in Rheinsbergs Flaniermeile Schloßstraße – das ist der schönste Platz bei Sonnenschein. Doch auch drinnen im rustikal-gemütlichen Schankraum mit historischem Fachwerk ist gut zur Ruhe kommen. Mitten in Rheinsberg, nur wenige Gehminuten vom Schloss, werden im familiär geführten Gasthaus „Zum Jungen Fritz“ beste Hausmannskost, Wild und Fisch und jahreszeitlich Regionales serviert. Für Kinder gibt’s preiswerte Menüs. Zur Kaffeezeit locken selbst gebackene Kuchen und Kaffeespezialitäten. Ab und an lädt das Gasthaus auch zu Whisky-Verkostungen oder Musik-Abenden ein. Die aktuellen Termine finden Interessierte im Internet.

Und da man sich für Rheinsberg gerne etwas mehr Zeit nimmt – im Logierhaus im Obergeschoss finden übernachtungsgäste komfortable Einzel- und Doppelzimmer, natürlich mit TV und WLAN. Dazu gibt es die besten Tipps für schöne Ausflüge und Wanderungen. Biker sind hier ebenso herzlich willkommen wie Radfahrer – der „Junge Fritz“ ist eine zertifizierte Bett+Bike-Unterkunft. Sie finden auf dem Hof sichere Stellplätze und Möglichkeiten für kleine Reparaturen. übrigens: Der Chef ist selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer.

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