© TMB-Fotoarchiv - TV Dahme-Seen e.V./Wanderer

Welcher See ist wohl der schönste im Dahme-Seenland?

Wandern, radeln, baden und genießen im „Vorgarten Berlins“

Wer die Berliner Stadtgrenze im Südosten überquert, ist schon im Dahme-Seenland. Ob mit Bahn und Bus, zu Fuß, auf dem Fahrrad oder auf dem Wasserweg: Schnell ist die typisch brandenburgische Heidelandschaft, durchquert vom Fluss Dahme, erreicht. Ein guter Teil der Landschaft ist als Naturpark Dahme-Heideseen geschützt. Wo duftende Kiefernwälder klare Badeseen säumen, da lässt es sich gut aushalten – also auf in den „Vorgarten Berlins“ zu einer Radtour oder Wanderung, an warmen Tagen inklusive Badevergnügen. Die Regionalbahn RB24 bringt Sie von Berlin Ostkreuz aus schnell und bequem zu allen Startpunkten.

Start: Bahnhof Bestensee Rundwanderung: 9 km

Südlich von Königs Wusterhausen liegt der kleine Ort Bestensee. Auf der Rundwanderung „Rein ins Badevergnügen bei Bestensee“ lässt sich in aller Ruhe testen, welches nun der beste See ist: der Todnitzsee, der Kleine Tonteich oder sein großer Bruder? Ein großer Becher Bio- Eis kann zur Belohnung nach der Tour im Eiscafé am Ufer des Kleinen Bestener Sees verspeist werden.

Start: Bahnhof Groß Köris Wandertour: 15 km

Eine der schönsten Wanderrouten im Dahme-Seenland umrundet vom Bahnhof Groß Köris aus den östlichen Teil der Teupitz-Köriser-Seenkette. Unter dem Motto „Wasserabenteuer rund um den Klein Köriser See“ gibt es jede Menge Möglichkeiten, die Füße ins Wasser zu halten oder kopfüber abzutauchen. Wer keine Furcht vor dem Klabautermann hat, bekommt auf dem so benannten Restaurantschiff am Schulzensee je nach Saison Lachsforelle, Zander und andere Fische aus den Seen der Region. Archäologen gruben hier auch überreste einer germanischen Siedlung aus dem märkischen Sand, die zwischen März und Oktober am ersten Sonntag jeden Monats erkundet werden kann.

Start: Bahnhof Königs Wusterhausen Fahrradtour: 27 km

Genießern, die lieber mit dem Rad als zu Fuß unterwegs sind, sei die Tour „Radelnd zum Rebensaft“ empfohlen. Das Strandbad Zeesener See, das Eiscafé in Bestensee, das Heimatmuseum Mittenwalde mit Weinlehrgarten und der Weinladen in Königs Wusterhausen liegen an der Strecke. Richtig gelesen, guter Wein aus aller Herren Länder darf hier mit Blick auf das sanft dahinfließende Wasser des Kanals und das königliche Schloss verkostet werden.

Preußische Residenzen

Das Lieblingsschloss des „Soldatenkönigs“

über Generationen bauten die preußischen Monarchen in der Mark Brandenburg ihre „Lieblingszweitwohnsitze“ – idyllische Schlösser, die sich wie Perlen einer Kette aneinanderreihen: über Schloss Rheinsberg und das Schlossmuseum Oranienburg können Sie in der Ausgabe „Blauer Norden“ lesen, die Schlösser Paretz und Caputh stellen wir in der Ausgabe „Westen“ vor. Im Osten Brandenburgs ist das Schloss Königs Wusterhausen ein beliebtes Ausflugsziel.

Zu Zeiten des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. – er regierte von 1713 bis 1740 – fanden alljährlich „jene weidmännischen Festlichkeiten statt, die Wusterhausen recht eigentlich zum Jagdschloß par excellence erhoben“, wie Theodor Fontane schrieb. Im Jahre 1698, bereits mit zehn Jahren, wurde Friedrich Wilhelm Schlossherr von Wusterhausen und ließ hier zunächst seine Kadetten, dann seine „Langen Kerls“ exerzieren. Später machte er das Schloss zur Herbstresidenz für die königliche Familie und den Hofstaat. Von Ende August bis zum Hubertusfest Anfang November ging hier der sparsame König seiner kostspieligen Jagdleidenschaft nach.

Gejagt, geschossen und verzehrt wurden Rebhühner, Hirsche und Wildsauen. Den Tieren blieb eine überlebenschance: Wenn sie das durch Stofflappen markierte Jagdgebiet durchbrochen hatten, waren sie den Jägern „durch die Lappen gegangen“.

Führungen und Veranstaltungen zum Thema Jagd sowie die Ausstattung des Schlosses geben Einblick in die Lebenswelt und das künstlerische Schaffen in Brandenburg-Preußen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Schloss fand auch das berühmte Tabakskollegium statt. Hier wurde in geselliger Runde, beim Rauchen und unter derben Scherzen große Politik gemacht. überraschend und anrührend sind 38 Bilder, die der bereits erkrankte König selbst gemalt hat.

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