„Dachsberg… mit Recht ein Lieblingsplatz aller märkischen Touristen“. Theodor Fontane

Wo Fontane ins Schwärmen geriet…

Anno 1862, Theodor Fontane hatte den ersten Band seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ gerade veröffentlicht, da besuchte er Buckow und Umgebung und schilderte im Band „Oderland“ seine Eindrücke.

Zuvor hatte er noch gewarnt, die Mark Brandenburg mit irgendeiner anderen Landschaft vergleichen zu wollen – sie würde nicht gut abschneiden. Aber in seinen Beschreibungen von Buckow und der Märkischen Schweiz hielt er sich selbst nicht daran: „Wer den Harz, wer Thüringen und die Sächsische Schweiz kennt, ist manche liebe Stunde unter gleichen Bildern und Eindrücken bergan gestiegen. Tannen und Lärchenbäume fassen zu beiden Seiten die Hügelabhänge ein, … der Kuckuck ruft, der Bach plätschert und auf dem frischen Rasen, der das Wandern so leicht macht, liegen die Tannenäpfel oder spielen die Schatten und Lichter der Nachmittagssonne. So auch hier.“ Fontane, der nüchterne Beobachter, kam ins Schwärmen.

Fontane nennt drei Möglichkeiten, Buckows Umgebung zu erkunden: „Spazierfahrten über den See, Besteigung des Bollersdorfer Plateaus und Wanderungen durch die Täler und Schluchten der Märkischen Schweiz.“ Er zeigt sich auch beeindruckt vom Ausblick auf dem Dachsberg: „… mit Recht ein Lieblingsplatz aller märkischen Touristen“. Und der Anblick der Silberkehle, die laut Fontane „völlig den Charakter einer Gebirgsschlucht“ hat, ist noch genauso aufregend wie vor über 150 Jahren.

Bei einer Wanderung zur Pritzhagener Mühle findet man all die Landschaftsbilder wieder, die Fontane beschrieb. Der Rundweg ist ca. 9 Kilometer lang. Gestartet wird in Buckow, über den Poetensteig geht es Richtung Dachsberg, mit dem betörenden Ausblick über den kleinen Tornowsee. „Ein See, an denen Sagen und Märchen am liebsten verweilen und von Prinzessinnen erzählen, die in der Johannisnacht aus dem dunklen Wasser steigen und mit Silberrosen im Haar freundlich-traurig am Ufer sitzen.“ Ein Besuch der Ausflugsgaststätte „Pritzhagener Mühle“ und die Rücktour über den Fontaneweg ins Stadtzentrum runden den Ausflug ab.

Papenteich im Gesundbrunnen-Viertel

Die Badekur für zu Hause

Kurstadt zu sein, heißt längst nicht, nur Kurgäste anzuziehen. Bad Freienwalde ist dafür das beste Beispiel. Während anderswo Kureinrichtungen die Stadtzentren prägen, befinden sich die Gebäude des Moorbades von Bad Freienwalde außerhalb der Stadt. „Gesundbrunnen“ hieß dieses Viertel zu Fontanes Zeiten und konnte schon damals auf eine rund 200 Jahre lange Tradition zurückblicken, bei der es immer darum ging, die Gäste gesund werden zu lassen. Kein mondäner Kurbetrieb, kein „Sehen-und-gesehen-werden“.

Weil dazu auch viel Bewegung gehört, ist der Kurpark der ideale Ausgangspunkt vieler Wandertouren. Ein reizvoller Weg führt durch den Papengrund, hinauf zu den vier Sprungschanzen und weiter in den Schlosspark und ins nahe Stadtzentrum. Oder „ab in den Wald“ zum Baa-See oder gar ins Oderbruch nach Altranft.

Wenn Sie allerdings bedauern, Bad Freienwalde ohne Kurbehandlung verlassen zu müssen, kann Ihnen geholfen werden. In der Touristinformation – gleich gegenüber dem von überall her sichtbaren Turm der Stadtkirche – können Sie Produkte kaufen, mit denen Sie Ihr heimisches Badezimmer in ein Kurbad verwandeln können Hier gibt es Badezusätze mit einem hohen Anteil an Naturmoor. Zwanzig Minuten in diesem Moorbad – und Müdigkeit und Erschöpfung sind vergessen. Bei Verspannungen im Rücken tun Moorkissen, gefüllt mit Bad Freienwalder Naturmoor – ihre wundertätige Wirkung. Auch sie sind in der Tourist-Information zu haben. Probieren Sie es aus!

Neuhardenberg und Umgebung –

l(i)ebenswert und märkisch schön

Das Ensemble Schloss Neuhardenberg mit dem strahlenden klassizistischen Schloss, der ehemaligen Remise (Hotel), Brennerei und Orangerie (Restaurants) und der von Schinkel gestalteten Kirche ist ein schöner Ausflugsort. Schinkel, Lenné und Fürst von Pückler Muskau gestalteten den Landschaftspark, der zum Spazierengehen einlädt. Eine Ausstellung im Kavaliershaus erzählt Neuhardenbergs Geschichte. Infos zu Kulturprogramm, Schlossbesichtigungen,
Führungen: www.schlossneuhardenberg.de.

Viele kleine Museen der Region laden ein zum Schauen und Staunen: Das Flugplatzmuseum Neuhardenberg zeigt eine Flugmodellausstellung aller Typen, die in der NVA geflogen wurden, sowie die Flugplatzgeschichte von 1934 bis heute. Das Dorfmuseum „Alte Schule“ berichtet in der Sonderausstellung „1949 – Marxwalde – 1990“, warum Neuhardenberg mehrfach den Namen wechselte. Alles über Fledermäuse erfahren Besucher im Fledermausmuseum Julianenhof. Sehenswert ist auch das Museum für Paläontologie und Archäologie in Platkow. Für Kulturinteressierte ist Altfriedland ein guter Tipp. Am Klostersee (schöne Naturbadestelle!) hatten Zisterzienserinnen einst ein Kloster errichtet, von dem noch Reste erhalten sind. Im Refektorium finden jeden Sommer Klosterkonzerte statt. Für Naturfreunde bietet der Verein LANGES HAUS Altfriedland Wanderungen an, z.B. Kräuterwanderungen oder Touren zum Naturschauspiel am Kietzer See. Im Sommer ist der Gusower Baggersee beliebter Badetreff.

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