Mit der Tram 88 nach

Schöneiche bei Berlin und Rüdersdorf

Die Waldgartenkulturgemeinde Schöneiche bei Berlin ist ein idyllischer Ausflugsort für Naturliebhaber, Kulturbegeisterte, Geschichtsinteressierte. Schon die Anfahrt wird zum Erlebnis: Mit der Schöneicher- Rüdersdorfer-Straßenbahn geht’s los vom S-Bahnhof Berlin-Friedrichshagen. Seit über 100 Jahren gibt es diese Strecke mit der besonderen 1000-mm-Schmalspurbreite, die bei Bahnfans sehr beliebt ist. Neu ist eine vollständig barrierefreie Tram, die für alle einen bequemen Ausflug ermöglicht. Also, steigen Sie ein in die Tram 88! Machen Sie Halt in Schöneiche, schauen sich um und fahren dann weiter ins benachbarte Rüdersdorf mit Museumspark und Kulturhaus.

Kleiner-Spreewald-Park

Alte Baumalleen, Parks, schöne Gärten und Architektur verschiedener Epochen prägen das Ortsbild. Ein Kleinod ist der Kleine-Spreewald- Park mit Wasserkanälen rund um das Fredersdorfer Mühlenfließ, großem Naturspielplatz, Dinomaurier, der den Teich bewacht, Kräutergarten und Matschplatz. Bei ausreichend Wasserstand sind auch Fahrten mit einem kleinen originalen Spreewaldkahn möglich.
Infos und Anmeldung: Tel. (030) 64 90 37 65 und www.gruenewabe.de

Kulturorte

Die Kulturgießerei mit dem rauen Charme der Industriekultur ist kreativer Mittelpunkt für Künstler der Region und begeistert das Publikum mit Musik, Theater, Lesungen und Ausstellungen. Infos: www.kulturgiesserei.de Für klassische Konzerte wird gern die ehemalige Schloßkirche genutzt. Wer sich „trauen“ mag, kann in diesem festlichen Ambiente auch standesamtlich heiraten. Auch das neue Rathaus in der Ortsmitte und die benachbarte KultOurkate mit Bibliothek, Kultur- und Tourismusinformation laden zu Events ein.

Geschichte erleben

Das Heimathaus, ältestes Bauernhaus des Ortes aus dem 18. Jahrhundert, zeigt die originale „schwarze Küche“ 1777, Bauernstube, Schlafraum und alte landwirtschaftliche Geräte. Auch der historische Raufutterspeicher ist sehenswert, der von Friedrich Wilhelm I. um 1730 als Getreidespeicher für Pferde der Kavallerie erbaut wurde. Das sanierte denkmalgeschützte Gebäude wird für Veranstaltungen und kleine Märkte genutzt.

Die Spur der Steine in Rüdersdorf

„Heinitzstraße“ heißt die Straßenbahnstation, an der Besucher des Museumsparks Rüdersdorf aussteigen müssen. Hier erleben sie Industriegeschichte, denn seit über 700 Jahren wird in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut – bis heute im Tagebau gleich nebenan. Eine Laune der Natur hatte hier einen Kalksteinberg entstehen lassen. Der Stein wurde gebrochen und als Baumaterial im rasant wachsenden Berlin genutzt. Später produzierte Rüdersdorf Branntkalk und ab 1885 Zement. Die alten Kalkbrennöfen, die Rumfordöfen und die Schachtofenbatterie im Museumspark gehören inzwischen zum kulturellen Erbe. Nirgendwo sonst findet sich solch ein Ensemble von historischem Kalk- und Bergwerk, das so gut erhalten ist. Besonders spannend sind Führungen, bei denen man z.B. auch Fossilien bergen kann.

Kultur und Kirche

Wenige Schritte sind es zum denkmalgeschütztes Kulturhaus „Martin Andersen Nexö“, das 1956 gebaut wurde. Rund ums Jahr gibt es hier Konzerte, Kabarett, Tanz. Zwischen den Stationen Marktplatz und Rathaus steht die Kalkberger Kirche – sie wurde 1873 aus Rüdersdorfer Kalkstein errichtet.

Wandern in Rüdersdorf

Durch Rüdersdorf verläuft der 66-Seen-Wanderweg, der rund um Berlin führt. 21 Kilometer sind es nach Strausberg. Folgen Sie diesem ein Stück und umrunden Sie den Großen Stienitzsee. Von der Haltestelle Torellplatz führen die Ernst-Thälmannstraße und der Weg am Mühlenfließ ans südwestliche Ufer. Zwischen dem Großen und dem Kleinen Stienitzsee liegt übrigens das Naturschutzgebiet des Annatals – es ist das älteste in Deutschland. Sie passieren Hennickendorf mit dem 28 Meter hohen Wachtelturm, dessen 96 Stufen nach rechtzeitiger Voranmeldung bestiegen werden können (Tel. 0170 700 96 37), und laufen zurück nach Rüdersdorf – das sind gut 10 Kilometer.

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