© Foto: Boris Aehnelt/Barockgarten

Ein Sommer in der Calauer Schweiz

Feste feiern und aktiv sein zwischen Calau und Altdöbern

Die Calauer Schweiz mit ihren steilen Hängen, Schluchten, Wäldern, Quellen und Bachläufen ist ideales Wander- und Radlergebiet. Der 34 Kilometer lange Radwanderrundweg verbindet die Stadt Calau und die Gemeinde Altdöbern. Bester Anlass, die Region zu erkunden, sind in diesem Jahr die Feste und Veranstaltungen im Sommer.

Regionale Spezialitäten

Wie wäre es mit dem Calauer Heimatmarkt am 15. Juni auf dem Marktplatz? Hier gibt es Regionales wie Chutney, Naturkäse, Kaffee, Bienenprodukte, Liköre, selbstgemachte Marmeladen und einen Kindertrödelmarkt. Handwerker lassen sich bei Schauvorführungen gern über die Schulter schauen. Auch das Stadtfest vom 16. bis 18. August ist ein Highlight – mit Live-Musik, Schaustellern und kulinarischen Angeboten.

Calauer Witzerundweg

Wer die Stadt besucht, sollte auf jeden Fall auf dem einzigartigen Witzerundweg mit 25 Anlaufpunkten spazieren. Als Calau noch Kalau geschrieben wurde, ließen sich hier die Schustergesellen Wortwitze einfallen, die später als „Kalauer“ weltberühmt wurden. Sehenswert sind das Oldtimermuseum „Mobile Welt des Ostens“, der Mädchenbrunnen in der Flaniermeile Cottbuser Straße und die sanierte Ruine der Dunkelsburg. Die 37 Meter hohe Aussichtsplattform der Stadtkirche bietet einen weiten Blick über die Region.

Goldborn und Sagenpfad

Von Calau sind es nur rund drei Kilometer in den Ortsteil Werchow zum Adler- und Jagdfalkenhof „Zur Calauer Schweiz“, der Flugshows zeigt und Erlebnistage anbietet. Vom Hof ist es ein Katzensprung zur sagenhaften Quelle des „Goldborn“, der größten Naturquelle der Lausitz. Es heißt, einst sei eine goldene Kutsche vom Weg abgekommen, in den Goldborn hineingefahren und versunken. Seitdem ist das Wasser golden gefärbt … Ein Sagenpfad mit zwölf Findlingen weist den Weg.

Parksommerträume

Er ist eine seltene Kombination eines Barockgartens mit einem Landschaftspark und ein Juwel: der Schlosspark Altdöbern mit Barockschloss, Französischem Garten, Heckentheater, Salzteich und verschlungenen Wegen. Am zweiten Augustwochenende bietet er die perfekte Kulisse für die „Parksommerträume“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Sommerfest in sächsischem Glanz“ stehen. Geboten werden klassische und moderne Unterhaltung, szenische und fachliche Führungen, Ausstellungen und barocke Spiele. Thematisiert wird das Wirken Carl Heinrich von Heinekens in Altdöbern. Der Diplomat am sächsischen Hof war bedeutender Kunstsammler und Schriftsteller.

Kaltblüter in Aktion

Die Gemeinden Altdöbern, Bronkow, Luckaitztal, Neupetershain und Neu-Seeland gehören zum Amt Altdöbern, das die Tourismusregion Spreewald mit dem Lausitzer Seenland verbindet. Hier wandeln sich einstige Bergbaufolgelandschaften zu Kulturlandschaften. Der Gräbendorfer See hat bereits eine gute Wasserqualität und wirbt mit Caravaning, Zelten, Segeln und Baden. Wandern und Radfahren in reizvoller Umgebung können Familien im Naturschutzgebiet Calauer Schweiz und in der Teichlandschaft Buchwäldchen- Muckwar. Im beschaulichen Ort Muckwar sind auch wieder die Brandenburgischen Landesmeisterschaften im Holzrücken zu Gast. Hier präsentieren die Teilnehmer ihre imposanten Kaltblüter. Direkt an der „Tagebaukante“ in der Gemeinde Neupetershain befindet sich das Gut Geisendorf. Das denkmalgeschützte Herrenhaus blieb als einziges Gebäude nach dem bergbaubedingten Abriss von Geisendorf Ende der 1990er Jahre erhalten. Heute lädt es als „Kulturforum der Lausitzer Braunkohle“ zu Ausstellungen, literarischen Foren, Bürgertreffs und Events ein.

Die Branitzer Salons:

Zu Gast beim Fürsten Pückler

© Foto: Ben Peters/Salon

Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) war einer der größten europäischen Gartenarchitekten, einer der erfolgreichsten Reiseschriftsteller und eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. In seinem Alterssitz Branitz bei Cottbus schuf er ab 1846 ein Gesamtkunstwerk aus Garten- und Landschaftsgestaltung sowie Architektur.

Das Schloss im Zentrum der Branitzer Parkanlage vermittelt mit seiner zum Teil original erhaltenen Ausstattung einen weitgehend authentischen Eindruck der fürstlichen Lebenswelt und Wohnkultur. Fest im Leben des Schlosses verankert waren abendliche Tafelrunden, zu denen der Hausherr fast täglich wechselnde Gäste einlud. Höhepunkte waren dabei das Frühstücks- und Empfangszimmer, der Blaue Salon und das Schlafkabinett, die in den Jahren 2012 bis 2015 denkmalgerecht restauriert wurden und nun wieder im neuen Glanz erstrahlen.

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