© Foto: prinzmediakonzept/Brecht-Weigel-Haus

Lebendiges Erinnern – Bertolt Brecht und Buckow

Veranstaltungen zum 120. Geburtstag des Dichters

Der Weg führt an herausgeputzten Villen der 1920er Jahre vorbei. Balkone, Türmchen, Gartenpavillons und immer wieder der Blick auf den smaragdgrün schillernden See. Dessen Magie verführte bereits Theodor Fontane zu schwärmerischen Worten, als er 1862 durch das „Kanton Buckow“ wanderte. Knapp 90 Jahre später standen Helene Weigel (*1900 †1971) und Bertolt Brecht (*1898 †1956) vor einem nicht „unedel gebauten Haus“ und schlugen ihren Sommersitz hier auf, in Buckow am Schermützelsee.

Es geht auf und ab und schließlich biegt die Straße nach rechts ein, wenige Schritte noch, und man steht vor dem Brecht-Weigel-Haus, das seit 1977 an das große Künstlerpaar erinnert, mit der original eingerichteten Wohnhalle, dem Couragewagen und einer modern wie tiefgründig konzipierten Ausstellung zu Leben und Werk der einstigen Bewohner. „Bitte klingeln“ werden die Besucher aufgefordert, damit sie das einstige Refugium des bedeutenden Dichters und seiner Frau, der berühmten Schauspielerin, betreten können. Die Buckower Elegien auf kupfernen Tafeln laden zu einem Rundgang durch den Blumengarten ein, bei dessen Anblick „b.b.“ sich wünschte, auch er „möge in allen wettern dieses oder jenes angenehme“ zeigen.

Im Jahr des 120. Geburtstages des berühmten Dichters geben sich Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, Pleinairs und Werkstätten die Hand. Tausende Besucher aus aller Welt werden auch in diesem Jahr hier klingeln, um die einzigartige Atmosphäre zu spüren, die authentischen Räume wahrzunehmen und in Worten, Bildern und Dargebotenem diese und jene Anregung für das eigene Denken zu finden. Brecht und Weigel sind noch heute, vielleicht mehr denn je, eine unerschöpfliche Quelle für alle, die zwischen den Zeilen nach Antworten suchen. Beide pflegten einen großen Freundeskreis, luden zu Gesprächen und zum Austausch nach Buckow ein. Bei den „Brecht-Spaziergängen“, die jeden dritten Sonntag im Monat angeboten werden, führen die Wege zu den Spuren von Brechts Freunden durch das kleine Städtchen. Eine späte Geliebte und Mitarbeiterin, die Schauspielerin Käthe Reichel, wohnte nur wenige Schritte vom Brechtschen Sommersitz entfernt in einem kleinen Gartenhaus an der Buckowseepromenade. Und es heißt, dass wohl der Rauch aus dem Schornstein ihres Hauses die Inspiration zu einer der berühmten Elegien wurde:

Der Rauch Das kleine Haus unter Bäumen am See Vom Dach steigt Rauch Fehlte er Wie trostlos dann wären Haus, Bäume und See.

Das Käthe-Reichel-Haus befindet sich heute im Privatbesitz und kann auf Anfrage besichtigt werden. Auch der Fotomonteur John Heartfield gehörte zum engeren Freundeskreis. Brecht wollte, dass er „die bekannte schlechte Luft in Leipzig“ doch mit der berühmten guten Luft in Buckow tauschen solle. Zwei Kilometer entfernt, am Großen Däbersee in Waldsieversdorf, ließ sich der mutige kleine Mann ein Häuschen bauen, um, wie sein Bruder Wieland Herzfelde sagte, „ eine zweite, glücklichere Kindheit“ zu erleben. Das original erhaltene John-Heartfield-Haus wird vom Freundeskreis John Heartfield e.V. ehrenamtlich an den Sommer­wochenenden geöffnet und in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste in Berlin zu einem Ort für erlesene Veranstaltungen. Brecht und Weigel haben in Buckow ihre Künstlerkolonie geschaffen, die heute in anderer und neuer Besetzung weiterlebt und wirkt. Der Schermützelsee zieht die Musen und ihre Meis­ter wie eh und je magisch an und so malen, dichten, musizieren und kreieren sie hier und finden in der Verbindung von Kunst und Natur Impulse für Harmonie und Ausdruckskraft.

Riamara Sommerschuh

Oder fahren Sie zur Haltestelle Landhausstraße zum beliebten Strausberger Sport- und Erholungspark (SEP). Hier finden Sie alles unter einem Dach: gepflegte Sportanlagen, Quartiere, Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten. Vor allem Vereine nutzen die Angebote: Ob Fußball, Judo, Leichtathletik, Boxen, Turnen oder Country-Dance, hier kommt jeder in Bewegung. Auch ohne Verein kann sich jeder sportlich betätigen, z.B. in der „Sportwelt Strausberg“ mit Bowlingbahn, Squash, Fitnesscenter und Tennis oder in den „CLIMB UP! Kletterwelten“. Freundeskreise nutzen gern die Beachvolleyball- und Fußballplätze für einen schönen Nachmittag mit anschließendem Grill­abend. Sportgruppen finden im SEP optimale Bedingungen für Trainingslager und Klassen­fahrten. Die modernen Unterkünfte mit 115 Betten wurden sogar ausgezeichnet, denn Qualitätsmanagement und Programmangebote gehören zum Service. Und das Team des Restaurants „Park-Haus“ sorgt mit viel Herz für das leibliche Wohl, gern auch im Freien oder im Partyzelt.

 

 

Elektroseilfähre auf dem Straussee

Strausberg – mobil und aktiv!

Einsteigen bitte! Die Tram 89 der Strausberger Eisenbahn bringt Sie im 20-Minuten-Takt vom S-Bahnhof Strausberg schnell und bequem zu Ausflugszielen wie zum vier Kilometer langen Straussee (Haltestelle Lustgarten). Hier legt die in Europa einmalige Elektro­seilfähre ab. Bereits seit 1894 verbindet die Fähre das Stadt- mit dem Waldgebiet jenseits des Sees und ist als technisches Denkmal ein Highlight. Während der Überfahrt bieten sich schöne Sichten auf die Stadt-Silhouette und die umliegenden Wälder. Für seine Passagiere hält der Fährmann einen Kaffee, im Winter auch einen Glühwein bereit. Von März bis Oktober verkehrt die Fähre täglich, im Winter ist sie an Wochenenden und Feiertagen unterwegs.

Neues aus Altlandsberg

Altlandsberg macht sich schick. Die historische Altstadt ist es schon. Jetzt wird das Schlossgut saniert – dank umfangreicher Programme und Fördermittel. Das Schloss der Adelsfamilie derer von Schwerin gibt es zwar nicht mehr – es wurde 1757 bei einem Kaminbrand ein Raub der Flammen. Doch die Schlosskirche, Gewölbe des Brau- und Brennhauses am Domänenhof, das Gutshaus von 1880, Gutsgebäude aus Feldstein und Teile des Parks blieben erhalten. Vieles erstrahlt heute in alter, neuer Schönheit. Bummeln Sie durch das charmante Ensemble! Die barocke Schlosskirche ist Veranstaltungszentrum, das historische Brau- und Brennhaus beherbergt Festsaal und Restaurant. Nach und nach wird der Lustgarten mit Kanälen und Kreuzteich saniert. Gerade wurden Winterlinden zu einer Allee gepflanzt. An der Stadtkirche vorbei geht es dann zum Marktplatz mit seinen schmucken Ackerbürgerhäusern. Bei einer Stadtführung erfahren Sie mehr über 25 Jahre erfolgreiche Stadtsanierung. Noch spannender ist ein Rundgang mit dem Altlandsberger Nachtwächter.

„Wir mit 'm Rad ab!“

Alles und Außergewöhnliches rund ums Rad: über 1.000 Räder auf mehr als 1.500 m2

An der Straße zum Altlandsberger Marktplatz fällt der vierstöckige Eiskeller einer ehemaligen Brauerei sofort ins Auge: Hunderte Fahrräder zieren die Fassade. Über Jahre wurden hier ausgediente Vehikel aller Couleur angebracht. So ist das originelle Bauwerk weithin sichtbares Markenzeichen des erfolgreichen Fahrradhofes.

Auf über 1.500 m2 Fläche können Sie hier unter 1.000 Fahrrädern wählen. Damit ist der Fahrradhof der Laden mit der größ­ten Modellauswahl in Berlin-Bran­denburg – für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel durch den Direkteinkauf ab Werk. Hier findet sich Qualität namhafter deutscher Hersteller von Kinder-, Jugend-, City-, Touren-, Trekking-, Cross-, Fitness-, Renn-, Falt-, Tandem- und Spezialrädern. Der Fahrradhof ist führender Modellanbieter von E-Bikes in Berlin und Brandenburg. Fachgerechte Beratung und Probefahren sind ein Muss. Zudem gibt es eine große Auswahl von Gebrauchträdern. Denn hier kauft man auch Ihr altes Rad.

Service wird ebenso bei Reparaturen und Verleih groß geschrieben. Für Touren in die Umgebung liegen außerdem Streckenvorschläge und Karten bereit. Also raus und rauf aufs Rad!

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