© Florian Läufer, Entlang der Schlaube

Im schönsten Bachtal Brandenburgs

Radwandern, immer der Schlaube nach

Die Radrundtour führt Sie über 60 Kilometer durchs Schlaubetal. Sie fahren unter alten Bäumen, sehen Bäche und Waldseen. Farne wachsen urwaldartig in die Höhe. Über stillen Wassern jagen Libellen im Sonnenlicht, und allenthalben begegnen Ihnen wie zu Großmutters Zeiten Mühlen, auch wenn deren Wasserräder nur noch Schmuck sind. Es lohnt sich, das Schlaubetal mit Muße zu erkunden. Wer kleine Etappen wählt, das Rad auch mal abstellen und per pedes wandern möchte, dem seien die Gasthäuser am Wegesrand empfohlen.

Das Untere Schlaubetal

Die Tour startet im Ortsteil Kaisermühl in Müllrose, dem Erholungsort zwischen Großem und Kleinem Müllroser See. Im Fachwerkbau der früheren Wassermühle befindet sich das Hotel Kaisermühle, das zu Recht von sich sagt, hier könne der Gast kaiserlich schlafen und märchenhaft träumen. Das Restaurant wurde vom Genussführer von Slow Food Deutschland 2018 ausgezeichnet. Ein fürstliches Mahl sorgt für die richtige Power, um vom Hotel aus ins Untere Schlaubetal zu starten.

Niedermoore, Binnendünen, Kiefernwälder und heideähnliche Lichtungen bestimmen das Bild. Nach 6 Kilometern kommen Sie zur Ragower Mühle, der einzigen Mühle hier mit original erhaltener Mühlentechnik. Bereits im 12. Jahrhundert hat sie Getreide zu Mehl gemahlen, später Holz gesägt und Öl gepresst. Familie Börner führt Sie fachkundig durch das Mühlenmuseum. Falls Sie Hunger haben, lassen Sie sich mit regionalen Spezialitäten verwöhnen. Auch die Pension mit ihren zwei gemütlichen Doppelzimmern und dem Appartement sei empfohlen.

Sehen Sie sich um in Siehdichum

Am Demnitztal vorüber führt die Radtour am Langesee und Schinkensee zum Hammersee. Das Forsthaus Siehdichum liegt auf der wie ein Hammerkopf geformten Halbinsel. Einst soll hier ein Schild mit den Worten: Sieh Dich um! vor den Gefahren in Sumpf und Moor gewarnt haben. Heute, angesichts gut ausgebauter Wege, ist der Satz zum programmatischen Ortsnamen geworden. Und das Forsthaus? Die Speisekarte liest sich verführerisch, Lachsröschen, Wildbraten mit Klößen, Schwedeneisbecher … Und wer dann partout nicht mehr aufs Rad steigen mag, der mietet sich eben in eines der freundlichen Zimmer ein, um sich am Morgen gut ausgeruht auf den Weg zu machen.

Zur Quelle der Schlaube

Richtung Westen radeln Sie nach Dammendorf am Oelsener See am Rande des sagenhaften Schlaubetals. Sie passieren die Orte Jankemühle und Klingemühle, den Klingemühlteich und kommen nach Chossewitz und zum Chossewitzer See. Überall gibt es uralte Geschichten zu erfahren. Der Chossewitzer See lädt im Sommer zum Baden ein. An der Försterei Wirchensee biegen Sie nach rechts und fah­ren jetzt auf dem Uferweg um den Wirchensee herum. An seinem südlichsten Ufer finden Sie den Quellbach der Schlaube und haben somit die Hälfte der Strecke geschafft.

Weiter am Ufer des Waldsees entlang kommen Sie zum Waldseehotel Wirchensee. Das Hotelrestaurant fängt den Fisch für Pfanne und Grill direkt vor der Haustür. Für das Restaurant gilt: Regionales und Saisonales wird täglich frisch zubereitet und mit Liebe auf den Teller gebracht. Falls Sie hier übernachten wollen, haben Sie auf jeden Fall Panorama-Seeblick, egal, in welchem der Zimmer Sie sich einrichten. Um den Tag komplett zu machen, saunieren Sie mit Abkühlung gleich im Wirchensee.

Wo es noch Urwald gibt

Die Tour führt wieder gen Norden zurück. Bevor Sie Richtung Fünfeichen fahren, schauen Sie vielleicht auch im BUND Naturschutz- und Informationszentrum Schlaubemühle, nicht weit vom Hotel Wirchensee, vorbei. Auf dem nächsten Wegstück gibt es, etwas von der Straße entfernt, das Totalreservat Fünfeichener Urwald mit wirklich uralten Eichen. Hinter Schernsdorf kommen Sie zum Schervenzsee Camping. Ein guter Ort, vor der letzten Etappe zu rasten. Ob Sie am Strand ausruhen, schwimmen gehen, im Seecafé eine Kleinigkeit essen, es wird gut tun. Reisen Sie mit Zelt? Falls Sie eine Nacht bleiben wollen, melden Sie sich einfach an. Die Camping- und Ferienhausvermietung bietet in familiärer Atmosphäre einen Rundumservice. Der Platz grenzt an das Naturschutzgebiet Mahlheide, wo ganz besonders gewachsene Kiefern zu finden sind.

Die letzten 10 Kilometer radeln Sie auf dem bekannten Weg zur Kaisermühle, durchsonnt und reich beschenkt mit schönen Eindrücken.

© Foto:Florian Läufer, Stiftskirche und Klostergarten Neuzelle

Kloster Neuzelle – ein spiritueller und lebendiger Ort

Das Barockwunder zwischen Oder und Schlaube wird 750 Jahre alt

Ein wahres Wunder des Barock erwartet die Besucher im Südosten Brandenburgs: das Kloster Neuzelle. Die Klosteranlage im Erholungsort Neuzelle ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Zeugnisse zisterziensischer Baukunst – in höchster Vollkommenheit und atemberaubender Üppigkeit.

Schon vor 750 Jahren wussten auch die Zisterziensermönche, dass dies ein ganz besonderes Fleckchen Erde ist und erbauten hier ein Kloster. Über viele Jahrhunderte schufen sie ein architektonisches Gesamtkunstwerk umgeben von einer wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaft. Flachwellige Abschnitte, Höhenzüge mit tiefen Rinnenseen, ausgedehnte Bachtäler wie Schlaube- und Dorchetal mit tiefen Schluchten und Einschnitten sowie die Oder-Neiße-Flussniederung prägen diesen Landstrich und laden zum Wandern und Fahrradfahren ein.

Im Jubiläumsjahr 2018 sind Sie herzlich willkommen mit uns zu feiern. Wir freuen uns, Ihnen ein ganzjähriges Festprogramm mit vielen kulturellen Höhepunkten anzubieten. Eine Vielzahl auserlesener Veranstaltungen lassen das Kloster in diesem Jahr zu einem wahren Kulturerlebnis werden. Ob Aufführungen, Konzerte, Märkte, Lesungen, Gespräche, Ausstellungen oder Sonderführungen – erleben Sie das Kloster Neuzelle als spirituellen und lebendigen Ort. Das facettenreiche Festprogramm zum Jubiläum verspricht für jedermann Hochgenuss vom Feinsten.

Einer der größten kulturellen Höhepunkte ist am 8. September das 15. Branden­burger Dorf- und Erntefest in Neuzelle. Feiern Sie mit uns und erleben Sie an diesem Tag die kulturelle und kulinarische Vielfalt der Region und des Landes Brandenburg. Auszug aus dem Programm: Festumzug, Erntekronenwettbewerb, Wahl der Erntekönigin, pro-agro-Regionalmarkt und vieles mehr.

Wasser, Heide, Kängurus

Auf den Spuren Ludwig Leichhardts

Kahnfährhafen Neu Zauche

Kennen Sie Ludwig Leichhardt? Hier am Schwielochsee entwickelte sich das eher zarte Kind Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem wirklich unerschrockenen Zeitgenossen. Als Geologe und Biologe ist er heute noch in Australien hoch geschätzt. Er durchwanderte und erforschte dort Gegenden, die vor ihm noch kein Europäer betreten, geschweige denn kartografiert hatte.

Spurensuche

Heute erinnert auch am Schwielochsee vieles an Leichhardt: in Trebatsch ein Museum, in Zaue, wo der Forscher seine prägendsten Jugendjahre verbrachte, trägt der Ferienhaus- und Campingpark den Namen „Ludwig Leichardt“. Und schließlich ist Leichhardts Leben und sein rätselhaftes Verschwinden in der Wüste Australiens Schwerpunktthema mehrerer Veranstaltungen im „Mystik­jahr 2018“. Es gibt australische Spezialitäten und Abende am Lagerfeuer, an denen aus den Erinnerungen Leichhardts vorgelesen wird.

Der Geist des Ortes

Vielleicht wollen Sie ja auf Spurensuche gehen? Dann buchen Sie doch im Ferienhaus- und Campingpark in Zaue Ihr 4-Sterne-Ferienhaus, direkt am Ufer des größten Sees Brandenburgs. Die richtige Australienstimmung kommt spätestens, wenn Sie einen Besuch bei den Kängurus machen, die in Zaue leben. Echte Kängurus! Die reizvolle Umgebung wird Sie, wie einst jung Ludwig, zu Entdeckungstouren inspirieren. Der märchenhaft wirkende Hochwald, verschwiegene Seen, Moore, weite Heidekrautfelder und die Spuren von Wölfen vermitteln den Eindruck unberührter Natur.

Feuer und Kultur

Selbst eine Wüstenexpedition können Sie hier nachempfinden. Dieses besondere Landschaftsmosaik bietet Ihnen die Lieberoser Heide mit Europas einmaliger Wüstenlandschaft. Das einst nach einem großen Brand Wüste gewordene Stück Erde weist heute steppenähnliche Bedingungen und ein eigenes Mikroklima auf. Die angrenzende Stadt Lieberose ist noch heute im Kern durch die mittelalterliche Straßenführung geprägt. Die gotische Kirchenruine, restaurierte Fachwerkhäuser und das Ensemble Lieberoser Schloss mit Schlosspark und Darre machen Lust auf einen Stadtrundgang.

Wasser und Land

Und dann natürlich das Wasser! Fernab belebter Routen stehen Ihnen Kahnfahrten ab Straupitz, Alt Zauche oder Neu Zauche zur Wahl. In Straupitz sollten Sie die imposante Schinkelkirche, den historischen Kornspeicher und die letzte produzierende Dreifachwindmühle Europas anschauen. In der Holländerwindmühle wird wie vor 100 Jahren Korn gemahlen, das typische Spreewälder Leinöl gepresst und Holz gesägt. Auch wenn das Lieberoser Land seit Jahrhunderten besiedelt und bekannt ist, Sie werden hier, ganz im Sinne Leichhardts, an jedem Tag Neues entdecken. Und abends entspannen Sie auf Ihrer Terrasse am Schwielochsee.

leftVerlags-
übersicht
Menü
schliessen
right
shoppingzum
Buchshop