3 Türme, 3 Orte, 3 Seen

Auf dem 66-Seen-Wanderweg zum Turmdiplom

© Foto: KreativKontor Ruebsam UG, Wachtelturm

Auf dem 66-Seen-Wanderweg von Hennickendorf in der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin nach Woltersdorf können Sie drei Türme bezwingen. Der Lohn für Ihre Mühe: herrliche Sichten, je ein Stempel an der Turm-Kasse und beim letzten Turm Ihr Turmdiplom.

Starten Sie die Tour z.B. am S-Bahnhof Strausberg. Um das erste Ziel, den 28 Meter hohen Hennickendorfer Wachtelturm zu erreichen, laufen Sie Richtung Osten auf der Bahnhofstraße zum Bahnübergang und überqueren ihn. Schwenken Sie links ein und wandern Sie parallel zur Bahnstrecke in Richtung Wanderpfad der „Lange-Damm-Wiesen“, dem ältesten Naturschutzgebiet Deutschlands. Folgen Sie dem Weg bis Sie die ersten Häuser Hennickendorfs sehen. Nach einer kurzen Strecke entlang der Mühlenstraße mit der heute wieder funktionstüchtigen Wassermühle treffen Sie auf die Strausberger Straße. Hier geht es hoch zum Wachtelberg und dem Wachtelturm (Ostern–Ende Okt., Sa./So/F 13–18 Uhr).

Glockenturm im Museumspark Rüdersdorf

Auf zur zweiten Station, dem Glockenturm im Rüdersdorfer Museumspark! Folgen Sie der Beschilderung im Ort, um am Ufer des Kleinen Stienitzsees die Quellen zu entdecken. Dann geht es um den Großen Stienitzsee mit seinen Badestellen zum Anschluss Rüdersdorf-Tasdorf. Sobald Sie auf die Bundestraße B1 treffen, überqueren Sie diese und halten sich an den Wegweiser Richtung Museumspark. Der Museumspark mit seinem aktiven Tagebau prägte Rüdersdorf. Einst versorgte er das bauboomende Berlin mit Kalkstein. Vom Glockenturm (tägl. 10–18 Uhr, Nov.–März 10.30–16 Uhr) können Sie in den Tagebau schauen.Folgen Sie nun dem 66-Seen-Wanderweg in Richtung des neuen Zentrums Rüdersdorfs mit seinen Restaurants und Cafés. Nach der Rast geht es weiter auf der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße zur Peter-Lübkes-Brücke, die Sie überqueren und anschließend rechts in die Karlstraße laufen.

Aussichtsturm Kranichsberg

Folgen Sie dem Wanderweg an der östlichen Seite des Kalksees mit hübschen Badestellen, gelangen Sie zur Woltersdorfer Liebesquelle, um die sich viele Legenden ranken. Hier beginnt der Aufstieg zum Aussichtsturm Kranichsberg (April–Okt. Mo–Fr 9.30–15.30 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr, Nov.–März Sa/So 10–15 Uhr). Er steht in einer Höhe von 96,5 Metern und bietet auch eine spannende Ausstellung über die Filmgeschichte Woltersdorfs von 1920 bis 1938. Laufen Sie nun bergab zur Woltersdorfer Schleuse und steigen Sie in die historische Tram 87, die Sie zum S-Bahnhof Rahnsdorf bringt. (alle Öffnungszeiten unter Vorbehalt)

Paddeln in der Stille der Müggelspree

Hier werden Mensch und Natur eins: beim Paddeln auf der Müggelspree im Süden von Grünheide (Mark). Dort, wo sie sich kurvenreich durch Wiesen und Wälder schlängelt. Wo nur das Rufen von Hauben­tauchern, Enten und Blesshühnern die Stille stört. Wo schillernde Libellen das Boot umspielen, als wollten sie die Paddler ein Stück begleiten … Zwei schöne Touren mit bequemem Bahnanschluss stellen wir hier vor. Die Boote können zuvor beim Kanuverleih „Kanu Sport Spree“ geordert werden.

Schnuppertour für Anfänger:
Fürstenwalde bis Hangelsberg
Strecke: 13,5 km
Dauer: ca. 4 Stunden
Anreise: mit dem RE1 bis Fürstenwalde
Abreise: mit RE1 ab Hangelsberg

Das ist die ideale Tour für Anfänger: Fahren Sie mit dem RE1 nach Fürstenwalde und laufen Sie knapp zehn Minuten zur Einstiegsstelle an der Spree, wo die Boote schon auf Sie warten. Zu Anfang gleiten Sie durch die Altarme der Spree. Einziges Hindernis ist ein Wehr, das den Wasserstand zwischen Müggelspree und Oder-Spree-Kanal regelt. Aber genau das macht auch den Reiz der Tour aus, denn Sie müssen das Boot aus dem Wasser nehmen. Eine Slipanlage für den Bootstransport macht es Ihnen leichter. Und schon geht es weiter – auf einem naturbelassenen Abschnitt der „Alten Spree“ mit raschelndem Schilf und Weiden, die ihre Äste ins Wasser tunken. Dann ist das Ziel, die Kanustation von „Kanu Sport Spree“ in Hangelsberg, erreicht. Wer mag, kann sich im Café ausruhen und stärken, hier übernachten oder auf dem Grundstück auch grillen (nach Anmeldung).

Tagestour: Hangelsberg bis Erkner
Strecke: 26,5 km
Dauer: ca. 7 Stunden
Anreise: mit dem RE 1 in Hangelsberg
Abreise: mit RE1 oder S-Bahn von Erkner (Berlin ABC-Tarifbereich)

Gestartet wird vom großen Rastplatz von „Kanu Sport Spree“, der sich nur wenige Meter vom Bahnhof Hangelsberg befindet. Wer schon früh am Morgen lospaddeln will, kann hier z. B. im eigenen Zelt, im Zimmer oder in der Ferienwohnung übernachten. Auf der Strecke gibt es bei stetiger Strömung viel Natur und schöne Rastplätze wie den naturbelassenen Wasserwanderrastplatz mit Grillmöglichkeit an der Brücke Mönchwinkel. Hier windet sich die Spree, schlägt Kurven und passiert schließlich die kleinen Siedlungen von Spreenhagen, bevor sie die Autobahnbrücke der A10 unterquert. Gleich dahinter liegt die Siedlung Jägerbude mit Wasserwanderrast- und Campingplatz. Das Restaurant lädt Sie ein, sich zu stärken, denn es sind noch gute 6 Kilometer, bevor die Spree in Erkner in den Dämeritzsee fließt. Den müssen Sie ein gutes Stück durchpaddeln. Hier, kurz vor der Brücke über die Friedrichstraße, können Sie Ihr Boot wieder abgeben. Die Tour ist nicht ohne, bietet aber viel Ruhe, Natur und gibt vor allem Muskeln! Nach wenigen Gehminuten ist der Bahnhof Erkner erreicht, wo Sie die Züge dann ganz bequem nach Hause bringen.

© Foto: Wolfgang Pfauder/Schloss

Preußische Residenzen

Schlossperlen zwischen Seen und Wäldern

Über Generationen haben die preußischen Monarchen in der Mark Brandenburg ihre „Lieblingszweitwohnsitze“ gebaut. Heute reihen sich diese idyllischen Schlösser wie eine Perlenkette aneinander. Schloss Paretz und Schloss Caputh stellten wir in der Ausgabe „Westen“ vor, das Schlossmuseum Oranienburg und Schloss Rheinsberg in der Ausgabr „Norden“. Lesen Sie hier, was Schloss Königs Wusterhausen so interessant macht.

Das Lieblingsschloss des Enkelsohnes des Großen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm I., auch bekannt als der „Soldatenkönig“, war Schloss Königs Wusterhausen. Friedrich Wilhelm I. war ein leidenschaftlicher Jäger, der seit seiner Kronprinzenzeit jedes Jahr für mehrere Monate auf die Jagd ging. Später kam er regelmäßig mit seiner kinderreichen Familie sowie vertrauten Offizieren für mindestens zwei Monate nach Wusterhausen. In den umliegenden Wäldern ging er ausgiebig seiner Jagdleidenschaft nach. Die ersten acht Tage gehörten der Rebhuhnjagd. Darauf folgte die Rot- und Schwarzwildjagd, die Parforcejagd. Der König hatte sein „Plaisir“ an der Jagd und veranstaltete sie nicht nur deshalb, weil es monarchischer Brauch war.

Für alle, die Geschichten rund um die Jagd interessieren, empfiehlt sich die Führung „Durch die Lappen gegangen“. Mit Jagdlappen aus Stoff grenzte man früher ein bestimmtes Jagdgebiet ein. Dennoch flüchtete manches Tier und durchbrach die Abgrenzung, es war „durch die Lappen gegangen“. Bei der Führung erfährt der Besucher Spannendes über die Abläufe der Hofjagden sowie über die Jagdgewohnheiten des „Soldatenkönigs“. Trophäen und Jagdgemälde, die im Schloss ausgestellt sind, erzählen noch heute davon. Besonders reizvoll sind auch die 40 eigenhändig gemalten Bilder des Königs.

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