Das klügste Kleeblatt Potsdams

Vier Museen – ein Ticket

Potsdams reiche Geschichte sorgt für eine außerordentlich vielseitige Museumslandschaft in der Stadt. Spannendes, Kurioses, Wissenswertes wird gezeigt – und das immer in sehenswerten historischen Quartieren. Das Gebäude des Naturkundemuseums wurde 1770 von Georg Christian Unger erbaut. Das Filmmuseum stellt in der kurfürstlichen Orangerie von 1685 aus. Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt im königlichen Kutschstall seine Exponate, und natürlich sammelt und forscht auch das Potsdam Museum in einem historischen Gebäude, im Alten Rathaus, einst in Auftrag gegeben von Friedrich dem Großen. Diese vier Museen in Potsdams historischer Mitte laden gemeinsam zu einem Besuch ein.

Das Kombiticket, erhältlich in den Museen und Touristinformationen, kostet 12 Euro und berechtigt innerhalb eines Jahres einen Erwachsenen und bis zu zwei Kinder zum einmaligen Besuch.

Naturkundemuseum Potsdam

© Foto: David Marschalsky/Naturkundemuseum

Wie trommelt und ruft der Specht, unser typischer Waldbewohner? Und welche Fischarten tummeln sich in unseren Seen? Wie sieht der unterirdische Bau eines Maulwurfs oder Feldhamsters aus? Inmitten der historischen Innenstadt Potsdams können Sie die bunte Tierwelt Brandenburgs im Naturkundemuseum Potsdam entdecken: vom Seeadler über Wolf, Elch und Co. bis hin zum Wels „Weline“. Auf vier Etagen zeigt das Museum Originalpräparate von Insekten, Fischen, Vögeln und Säugetieren. Die Ausstellungen halten verschiedene Tierfelle zum Anfassen bereit. Im Keller des Museums verbirgt sich ein großes Kaltwasseraquarium. Dort leben fast 40 heimische Fischarten, darunter Hecht, Stör und Wels.

In den Winter-, Sommer- und Herbstferien finden immer mittwochs Mitmachaktionen für Familien und Kinder statt. Neben Ferienprogrammen, Familienführungen und Taschenlampenführungen bietet das Museum außerdem tierisch vergnügliche Kindergeburtstage und eine Museumsrallye an.

Haus der Brandenburgisch - Preußischen Geschichte

© Foto: Matthias Nerenz/HBPG

Früher der „Stall“ für die königlichen Kutschpferde, heute ein denkmalgeschütztes Ausstellungshaus (rollstuhlgerecht, Fahrstuhl). Eine neue Brandenburg- Preußen-Ausstellung öffnet 2020. 2019 zeigt das Haus zum 30. Jubiläum des Revolutionsjahres 1989 „Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989“ (12.04. bis 23.06.). Zum einen ist es die vermutlich letzte Propaganda-Ausstellung der SED in der Sowjetunion, zum anderen eine Potsdamer Schau, die aus bürgerschaftlichem Engagement Wochen vor den politischen Umbrüchen in der DDR entstand.

Den 200. Geburtstag Fontanes würdigt die Ausstellung „fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten“ (07.06. bis 30.12.). Sie begleitet den reisenden Autor auf seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ und sieht ihm dabei zu, wie er das Bild von Brandenburg formt, das bis heute nachwirkt. Bei freiem Eintritt wird das preußische Potsdam von 1912 im interaktiven Stadtmodell gezeigt.

Potsdam Museum

© Foto: Manfred Thomas/Potsdam Museum

Es war einmal ein unbedeutender mittelalterlicher Ort, der zur barocken Residenzstadt wurde und heute als Landeshauptstadt das Bundesland Brandenburg vertritt. 500 Objekte aus Kultur- und Alltagsgeschichte erzählen die 1.000-jährige Geschichte Potsdams. Von Februar bis Juni erfahren Sie „Geschichten aus Potsdam und Babelsberg von 1914 bis 1945“. Die sowjetische Besatzungszeit ab 1945 beleuchtet ab August bis Oktober die Ausstellung „Potsdam unter dem Roten Stern“.

Während der Sommerferien lädt das Museum zu interessanten Workshops rund um das Thema Fotografieren ein. Perfekt zum Entspannen nach dem Museumsbesuch ist das Café Central.

Filmmuseum Potsdam

Sandmann Filmmuseum

Die ständige Ausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“ erzählt auf unterhaltsame Weise von der Entstehung eines Films. Bis 17. Februar 2019 ist noch die Ausstellung „Mächtig gewaltig! Die Olsenbande kommt nach Potsdam“ zu sehen. Das Kino lädt zu Filmen mit internationalen Gästen oder mit Live-Begleitung an der Welte-Kinoorgel ein.

Weitere Sonderausstellungen
12. April bis 25. August: Plakativ. Film und graphische Künste in Deutschland 1930–1950
Ab 10. November: Unser Sandmännchen auf Zeitreise

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