Blick über die Havel auf den Havelberger Dom

Das Geheimnis des Zaren

Hoch oben thront der Dom St. Marien, unten beeindrucken die mittelalterliche Altstadt und die Niederungen der Havel. Mit ihrer Lage an einem für das Flachland ungewöhnlich steil aufragenden Höhenzug weiß die Dom-, Insel- und Hansestadt Havelberg zu begeistern. Schon Russlands Zar Peter I. genoss diesen Anblick. Anekdoten ranken sich um seine Aufenthalte in Havelberg. Inkognito soll er als Zimmermann auf der Werft gearbeitet haben, wo damals hochseetaugliche Segelschiffe gebaut wurden.

Eindeutig belegt ist, dass er im November 1716 für fünf Tage in der Stadt weilte. Bei dieser Gelegenheit tauschte Preußens König Friedrich Wilhelm I. das seit 1945 verschollene Bernsteinzimmer gegen 200 Lange Kerls, Leibeigene des Zaren.

Doch Havelberg hat noch mehr zu bieten. Seit 948 war die Stadt Bischofssitz – lange vor Brandenburg an der Havel. Ihren Wohnsitz nahmen die Havelberger Bischöfe später allerdings auf der Plattenburg und in Wittstock ein. Im Prignitz-Museum oben im Dombezirk oder beim Gang durch die Gassen der Altstadt unten am Fluss begegnen einem spannende Geschichten. Dazu noch ganz moderner Freizeitspaß im Wassertouristikzentrum mit Yachthafen, im Erlebnisbad oder im „Haus der Flüsse“, dem Infozentrum des Biosphärenreservats Mittelelbe – und schon ist der Ausflug nach Havelberg perfekt. Da macht es gar nichts, dass die historisch mit Brandenburg verwurzelte Stadt, einst „Wiege der Prignitz“, heute zu Sachsen-Anhalt gehört.

Geschichte erleben und schlemmen

Erlebnisgastronomie für alle in der Hansestadt Havelberg

Ob Groß oder Klein, ob mit oder ohne Handicap – die „Güldene Pfanne“ bietet allen Gästen Geschichte und Geschichten zu den Gerichten. Küchenchef und Wirt Manfred Hippeli lässt Sie Geschichte auch auf der Zunge spüren – er kocht nach ausgesuchten historischen Rezepten. Die Zutaten sind regional von Wiese, Wald und Wasser: Lamm, Wild, Fisch und Vegetarisches.

Buchen Sie z.B. eine geführte thematische Erkundungstour durch Havelberg (gern mit Historiker) und lassen Sie sich davor, dabei oder danach kulinarisch verwöhnen. Als „Appetithappen“ gibt es kleine Geschichten zum Thema, wie z.B. der Alte Fritz und die Kartoffel oder Bismarck und der Hering. Oder wie wäre es mit Fontane-Geschichten aus dem Elb-Havel-Winkel? Stationen in seinen Büchern sind der Ort Wust mit der Ruhestätte des geköpften Leutnants Hermann von Katte, Tangermünde von Grete Minde und das Herrenhaus Quitzöbel.

Machen Sie Ihren Ausflug, die Feier oder das Firmenevent zu etwas Besonderem, denn diese Kooperation von Gastronom, Gästeführer und Geschichtskenner ist in der Region einzigartig.

Geschichte trifft Moderne

Jahrhundertelang galt die einzigartige Stadtmauer der fast 800-jährigen Stadt Wittstock/ Dosse als uneinnehmbar. Vom 18. April bis 6. Oktober 2019 wird die frühere Bischofsstadt von der Landesgartenschau erobert. Als einzigartige Kulisse für das Gartenfest in Brandenburg bietet der historische Ringwall, der die Altstadt vollständig umschließt, rundum schöne Aussichten.

Überall im Stadtgebiet zeugen Sehenswürdigkeiten von der langen ereignisreichen Geschichte. Noch heute umrahmt die ca. 2.500 Meter lange Backsteinmauer vollständig den historischen Altstadtkern. Auch die Innenstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Beim Aufstieg auf den 64,50 Meter hohen Kirchturm der St.-Marien-Kirche werden Sie nach 203 Stufen mit einem rundum schönen Blick auf Wittstock belohnt. In der alten Bischofsburg residierten die Havelberger Bischöfe bis zur Reformation. Heute finden Sie dort die Museen Alte Bischofsburg mit dem Ostprignitzmuseum und dem Museum des 30-jährigen Krieges.

Eine der größten Schlachten des 30-jährigen Krieges fand am Scharfenberg bei Wittstock statt. Am historischen Ort des Geschehens, dem Schlachtfeld von 1636, erzählen großflächige Schlachtpanoramen diese Geschichte und geben in einer Ausstellung Informationen zu Söldnern, die hier ihr Leben ließen.

Ein Geheimtipp für Entdecker ist Freyenstein mit seinem Archäologischen Park sowie zwei Renaissance-Schlössern.

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