Foto: L.Haeuser/Biosphaerenreservat Flusslandschaft Elbe

Radtour am großen Strom

In der Lenzerwische im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Die Elbe fließt gemächlich in ihrem Bett, weites Grünland erstreckt sich bis zum Horizont. Dazwischen findet man typische Fachwerkhäuser, kleine Kirchen und urige Dörfer. Von stiller Schönheit zeigt sich die Prignitz in der Lenzerwische. Die Ruhe dieser Landschaft können Sie mit dem Fahrrad bei einer halbtägigen Radtour erkunden. In diesem Jahr werden auch geführte Touren mit zertifizierten Natur- und Landschaftsführern angeboten, die am Besucherzentrum Burg Lenzen starten.

Rund 25 Kilometer lang ist die Radtour durch die Lenzerwische – so heißt die Landschaft zwischen der Elbe und der Eldemündung. Komfortabel reisen Sie vom Bahnhof Wittenberge mit dem „PlusBus Prignitzer Elbtalaue“ 944 nach Lenzen. Der Stundentakt, der an die Bahnfahrzeiten angepasst ist, und die Fahrradmitnahme im Bus von bis zu 5 Rädern von Ostern bis Oktober lassen Sie entspannt in den Ausflug starten.

Von Lenzen aus rollt es sich gemütlich über den Elbdeich, vorbei am ehemaligen Grenzturm an der Elbfähre. Begleitet werden Sie vom breiten Strom, der durch die mit Weiden durchsetzten Auen fließt – ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere. Intakte Flussauen wie diese gibt es in Deutschland nur noch selten. Im Frühjahr und Herbst können Sie hier Hunderte von Kranichen, Gänsen und anderen Zug- und Rastvögeln beobachten.

Nach ca. zehn Kilometern geht es runter vom Deich und hinein ins grüne Hinterland: Die Route führt durch kleine Wischedörfer mit den für die Prignitz charakteristischen Feldsteinkirchen und typischen norddeutschen Hallenhäusern. Ein Abstecher ins Künstlerdorf Breetz lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Dann grüßt der Turm der Burg

Lenzen aus der Ferne und der Ausgangspunkt der Tour ist erreicht. Im Besucherzentrum Burg Lenzen können Sie nicht nur die geführten Touren durch die Lenzerwische buchen, sondern auch Wissenswertes über das Biosphärenreservat erfahren.

Wittenberge an der Elbe

Wunderbares Wittenberge

Wittenberges bedeutendstes Wahrzeichen zeigt Ihnen das Ziel: Schon von Weitem erkennen Sie eine der größten Turmuhren Europas. Nutzen Sie „die Gunst der Stunde“! Bei einem Turmaufstieg bietet sich ein atemberaubendes Panorama weit über das UNESCOBiosphärenreservat der Elbtalauen.

Wenn Sie mit dem Zug nach Wittenberge kommen, führt Ihr Weg vom neoklassizistischen Bahnhof mit dem größten Eisenbahnmuseum Brandenburgs ins Gründerzeitviertel. Hier gibt es das verspielte „Haus der vier Jahreszeiten“ und andere architektonische Kleinode zu entdecken. Weiter geht es zum mittelalterlichen Stadtkern, der noch heute seinen Grundriss in Schiffsform erkennen lässt. Hier gewährt dasStadtmuseum „Alte Burg“ einen spannenden Einblick in die Geschichte der Stadt.

Als motorisierte Touristen genießen Sie schon vor der Ankunft die weitläufigen Felder, Wiesen und Wälder der Prignitz. Die naturbelassenen Flüsschen Stepenitz und Karthane münden hier in die Elbe. Und tatsächlich präsentiert sich Wittenberge auch als spannendes Ziel für Wassersportler. Hier ist Baden und Tauchen nicht nur im Sommer möglich: Ein Oktaeder der ehemaligen Ölmühlewerke wurde zu einem Tauchturm ausgebaut. Und nicht nur das: Das hier entstandene Hotel bietet einen gehobenen Standard – mit Brauerei, exklusiven Wellnessangeboten und Konzerten von Klassik bis Rock auf der Open-Air-„Elblandbühne“.

Von der Touristinformation können Sie zu spannenden Führungen starten: zu kulinarischen Erlebnistouren, zum Wandern entlang der „Grünen Route“ bis zu Hafenrundfahrten oder Tagesausflügen im historischen Oldie-Bus. Wittenberge lädt aber auch zum Radwandern oder zu einem Caravanurlaub ein. Abends empfehlen sich das Kultur- und Festspielhaus oder auch Events wie das Dixielandfest und die Elblandfestspiele oder einfach nur das Ausspannen in familiengeführten Gasthöfen und Hotels.

20. Elblandfestspiele – die große Jubiläumsgala

Feuerwerk an der Elblandbühne zum Abschluss der Elblandfestspiele

Die Jubiläumsgala „Eine italienische Nacht an der Elbe“ steht ganz im Zeichen der Vielfalt italienischer Musikkultur und verwandelt Wittenberge für ein Wochenende in Bella Italia. 20 Jahre Elblandfestspiele, das sind über 150 Interpreten, von denen die Publikumslieblinge zurück auf die Elblandbühne geholt werden. Aber auch neue Stars werden die Gäste begeistern. Die Gala auf dem historischen Gelände der Alten Ölmühle gestalten auch Preisträger der Lotte Lehmann Woche und der Lotte Lehmann Akademie aus Perleberg, das Deutsche Filmorchester Babelsberg sowie Backgroundchor, Showballett, Artisten und Pantomimen mit. Tickets hält die Touristinformation bereit.

Neue Farben und Düfte im alten Kloster

Historische Garten- und Teichanlage im Kloster Stift zum Heiligengrabe mit frischem Glanz

Zu einem Ausflug in die Prignitz gehört der Besuch des 1287 gegründeten Klosters Stift zum Heiligengrabe einfach dazu. Es gilt als eines der besterhaltenen Klöster in Brandenburg, ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung und zugleich kultureller Anziehungspunkt. Von der Landesgartenschau 2019 in Wittstock/Dosse ist es nur ein Katzensprung nach Heiligengrabe und lohnt einen Besuch – denn auch hier erstrahlt der historische Garten mit seinen renaturierten Teichen in neuen Farben und lädt ein zum Innehalten.

Mit der wundervollen Möglichkeit der Förderung konnten die Teiche des Klosters Stift zum Heiligengrabe saniert und weiter aufgewertet werden – mit Ruhepunkten am Wasser, einem kleinen Labyrinth aus Steinen und schöner Bepflanzung. So entdecken Sie beim achtsamen Begehen der Klosteranlage historische Häuser, die zu jeder Jahreszeit umspielt sind von Farbigkeit und Düften der Staudenbeete, und lernen Stück für Stück die Geschichte des Klosters kennen. Das Klosterensemble mit Stiftskirche, Kreuzgang und Kapelle können Sie auf eigenen Wegen oder bei einer Führung besichtigen.

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