Roland Graeff bei der Pfefferernte in Zeischa; © Fotos: Lars Reßler, Fotografie/Pfefferernte; Andreas Franke/Tourenflyer

Dahin, wo der Pfeffer wächst

Genießertouren durch Elbe-Elster

Ob Museen, Heideblüte, Alpaka­zucht oder – ja, Sie lesen richtig – Pfefferanbau, die regionalen Besonderheiten bei uns in Elbe-Elster laden Sie ein zum Entdecken. Unsere vier Genießertouren helfen Ihnen dabei, einen abwechslungsreichen Ausflug mit Freunden oder der Familie zu planen und begleiten Sie natürlich auch unterwegs. Auf mehreren Routen quer durch Elbe-Elster finden Sie Ausflugstipps mit einem Mix aus regionalen Genuss-, Natur- und Kultur-Erlebnissen je nach Façon. Zu jeder Tour stellt ein Flyer die vielfältigen Angebote detailliert vor. Mit dabei sind auch echte Geheimtipps. Denn nicht nur die großen Leuchttürme gilt es zu erkunden, sondern vor allem auch die kleinen, eher unbekannten Schätze der Region. Mit unseren vier Genießertouren laden wir Sie herzlich ein, sich von unserer ländlich geprägten Region im sonnigen Süden Brandenburgs und der Herzlichkeit ihrer Akteure begeistern zu lassen.

Ausflugstipps für kleine Entdecker

Ob Stadtführungen von und für Kinder, das Erklimmen des Hochseilgartens im ElsterPark Herzberg oder der Besuch der Alpakas in Hohenbucko – mit der „Kleine Füße-Tour“ gibt es auch für die kleinen Entdecker und ihre Eltern spannende Erlebnistipps, kindgerecht dargestellt im Genießertouren-Flyer. Braukunst, Kräuter und Schlossgeschichten lassen sich bei der „Erlebnistour durch die Sängerstadtregion“ erleben. Die „Natur-Tour mit Genuss-Garantie“ durch die Regionen Elsterwerda und Schradenland führt Sie von der Heide bis zu den Grödener Bergen. Unter dem charmanten Titel „Vom Kettensägenschnitzer bis dahin, wo der Pfeffer wächst“ geht es schließlich quer durch die Kurstadtregion Bad Liebenwerda – und auch tatsächlich bis zum einzigartigen Pfefferanbau von Roland Graeff in Zeischa.

Raus aufs Land

Übrigens – die Idee für diese Touren hatten Gastronomen aus der Nuthe-Nieplitz-Region. Sie wollten ihre Gäste auf das Besondere ihrer Heimat aufmerksam machen und verknüpften dafür Natur, Kultur, Handwerkskunst und Kulinarik miteinander. Inzwischen gibt es mehr als 10 Genießertouren in ganz Brandenburg. Ihre Empfehlungen für Touren zu Fuß, per Rad oder auch mit dem Auto verstehen die Partner als kleines „Genießer-Drehbuch“ für schöne Freizeiterlebnisse auf dem Land.

© Foto: LKEE - Andreas Franke

Mit dem Luther Pass auf Spurensuche

Der beliebte Pass führt zu zehn spannenden Orten in vier Bundesländern

Der beliebte Luther Pass, den der Landkreis Elbe-Elster zum Luther-Jahr 2017 erfand, geht in diesem Jahr in neuem Design in seine zweite Auflage. Der Pass führt Sie ähnlich wie ein Pilgerpass zu zehn Orten, an denen der Reformator seine Spuren hinterließ. Mit ihm können Sie ganz nach Lust und Zeit vier Bundesländer besuchen.

Grund für Luthers Thesen war der Ablasshandel durch den Mönch Tetzel, der viele Menschen aus Wittenberg zum Ablass nach Jüterbog lockte. In der Lutherstadt Wittenberg warten Stätten des Weltkulturerbes wie das Asisi-Panorama Luther 1517 und originale Schauplätze auf Sie. In Frankfurt (Oder) entstand ab 1517 der katholische Gegenpool zu Wittenberg. In Bad Liebenwerda traf sich Luther mit den Abgesandten des Papstes, die ihn von den Thesen abbringen wollten. Zwischendurch weilte Luther nicht ganz freiwillig auf der Wartburg in Eisenach und übersetzte das Neue Testament ins Deutsche. An der Elbe auf Schloss Hartenstein in Torgau entwarf der Reformator die Grundzüge der ersten protestantischen Visitationsordnung. In Doberlug-Kirchhain stand einst ein Kloster, das wie viele Klöster in jener Zeit verschwand. In Finsterwalde begeben Sie sich auf die musikalischen Wege der Reformation und in Herzberg auf Melanchtons Spuren. Schließlich können Sie in der multimedialen Ausstellung die Schlacht von Mühlberg miterleben: Hier wurden 1547 die Truppen der Protestanten vernichtend geschlagen. Übrigens gibt es hier auch die Passbilder, die den Pass wirklich zum persönlichen Dokument werden lassen. Beim Spuren­sucher-Bonus winken dem Luther Pass-Besitzer erneut attraktive Preise, wenn er alle 10 Stempel der Tour nachweisen kann. Die Gewinnkarte dazu befindet sich im Pass.

„Zu Hause bei Freunden“

Ein Bummel durch die Sängerstadt Finsterwalde

„Wir sind die Sänger von Finsterwalde, wir leb’n und sterben für den Gesang. Dass wir die Sänger sind, das weiß ein jedes Kind, wir leb’n und sterben für den Gesang.”

Dieser Refrain von anno 1899 für eine Berliner Theater-Komödie machte die kleine Stadt in der Niederlausitz weit bekannt. Kurz darauf schrieb sich der Finsterwalder Männergesangsverein den Schlager auf seine Fahne. Erstmals lud die Stadt 1954 zum Finsterwalder Sängerfest ein, das seit 1992 alle zwei Jahre am letzten Augustwochenende stattfindet und vom Sängerfestverein ehrenamtlich organisiert wird. Bummeln Sie durch die Stadt, werden Sie auf Schritt und Tritt an die Sängergeschichte erinnert: Es gibt ein Sängerdenkmal, einen kunstvollen Brunnen an der Kirche und das Sänger- und Kaufmannsmuseum, das auch die Geschichte der alten Finsterwalder Kaufmannsfamilie Wittke erzählt. Wunderschön sind die Mini-Kaufmannsläden in den Vitrinen, die liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet wurden.

Tipp: Tierpark in der Bürgerheide

Sehenswert sind auch das Rathaus und der große Marktplatz mit seinen schmucken Bürgerhäusern ringsherum, die kleine Läden und Cafés beherbergen. Schön saniert präsen­tieren sich das Renaissanceschloss und der Park inmitten der Stadt. Hier sitzt heute die Stadtverwaltung, Paare können sich im festlichen Saal trauen lassen. Ist die Tür zum Schlossturm geöffnet, steigen Sie einfach hoch – dann liegt Ihnen die Stadt zu Füßen. Für Familien besonders zu empfehlen ist der Tierpark am Rande der Bürgerheide, ein mehrere Hektar großes, mit Wald und Wiesen durchzogenes Erholungsgebiet. Im Tierpark, der täglich geöffnet hat, leben rund 200 Tiere aus aller Welt. Es gibt auch Spielangebote für die Jüngsten und das „Café am Schwanenteich“.

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