© TMB/Rasmus

Mit dem Rad zu den Burgen im Naturpark Hoher Fläming

Die leicht hügelige Landschaft des Naturparks bietet sich zum Radfahren an, sind die „Berge“ mit etwas Schwung doch gut zu erklimmen. Und dann geht es rollend umso schneller wieder hinab! Stille-Sucher genießen hier eine der am dünnsten besiedelten Gegenden Deutschlands. Dafür aber gibt es eine Unmenge ruhiger Nebenstraßen, viele davon sind schöne, alte Alleen. In den Dörfern können Sie mittelalterliche Feldsteinkirchen bewundern, unter der Dorflinde rasten oder sich in einer Landgaststätte stärken.

Die Fahrräder für Ihre Tour können Sie z.B. an den Bahnhöfen der Regional-Expresslinie RE 7 in Bad Belzig und Wiesenburg/Mark sowie im Naturparkzentrum in Raben mieten. Drei Tagestouren, die auf „Herz und Nieren“ geprüft wurden, sind jetzt für Radtouristen ausgeschildert. Orientieren Sie sich vor Ort an den Fahrrad­piktogrammen und Richtungsangaben oder mit Flyern, die die Touristinfos und das Naturparkzentrum bereithalten.

Die 3-Burgen-Radtour…

… verbindet auf einer Rundtour die Burg Eisenhardt in Bad Belzig, die Mittelalterburg Rabenstein mit dem Schloss Wiesenburg und dessen wunderschönem Landschaftspark. (Länge: 51 km)

Die Feldsteinkirchenradtour…

… führt im südlichen Bereich des Naturparks durch idyllische Dörfer mit ihren imposanten Feldsteinkirchen und vielen Einkehrmöglichkeiten. (Länge: 29 km)

Die Kleine Flämingradtour…

… verbindet die Burg Eisenhardt mit dem Schloss Wiesenburg. (Länge: 36 km)

Unser Tipp

Gegen eine Servicepauschale können Sie Ihr Mietfahrrad auch an einem anderen Standort zurückgeben: Mieten Sie zum Beispiel in Wiesenburg ein Fahrrad, radeln Sie die 3-Burgen-Radtour über Raben nach Bad Belzig, geben Sie das Rad am Bahnhof zurück und steigen Sie in den Zug ein, der Sie bequem nach Hause bringt.

© Foto: team red - Anke Großklaß / Vogelbeobachtung

Nasse Füße erwünscht!

Moorgebiete im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Moore sind faszinierende Biotope, die Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen bieten. Gleichzeitig sind sie wertvolle Kohlenstoffdioxidspeicher. Allerdings machen Moore nur drei Prozent der weltweiten Landfläche aus, speichern aber doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammen. Dennoch ist heute in Brandenburg der Großteil ehemaliger Moorgebiete trockengelegt. Auch im Naturpark Nuthe-Nieplitz gibt es nur wenige naturnahe, intakte Moore. Ausstellungen und Exkursionen berichten über die Besonderheiten dieses Lebensraumes.

In den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden in der Region ein ausgedehntes Grabensystem und Drainagen eingerichtet, um die Niederungsgebiete und Moore zu entwässern und für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Zum Glück konnte der Moorverlust im Naturpark Nuthe-Nieplitz mit der Umgestaltung der Landwirtschaft ab 1990 und dem Rückbau der Pumpwerke eingedämmt werden. So sind die mystischen Moorlandschaften heute wieder vor den Toren der Hauptstadt erlebbar. Am besten eignet sich dafür eine geführte Wanderung mit dem Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. oder mit der Naturwacht Nuthe-Nieplitz. Wer Flora und Fauna auf eigene Faust erkunden möchte, erhält von den Beobachtungstürmen in Stangenhagen und bei Blankensee einen beeindruckenden Einblick.

Veranstaltungstipps

Bis 31. März, 10-17 Uhr: Ausstellung „Alleskönner Moor“, NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal
21. April, 10 Uhr: Tagesexkursion zu besonderen Orten im Naturpark „Teufelswald Zarth“
3. Juni, 10 Uhr: Teufelswald und Wassergeist: Radtour durch den „Teufelswald Zarth“ und das Nieplitztal
13. Juli, 14 Uhr: Ferienworkshop „Wasser marsch“
1. Sept.: Moorexkursion mit Dr. Lukas Landgraf

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