© Foto: C. Hesse / Kanus

Wasser, Sterne und ein Fest

Erlebnisse im Naturpark Westhavelland

Der Natur- und Sternenpark Westhavelland gehört mit zu den schönsten Regionen Deutschlands und bietet in klaren Nächten einen spektakulären Sternenhimmel. Der gewässerreiche Naturraum liegt zwischen den historischen Städten Brandenburg und Havelberg, die Havel prägt diese Landschaft. Die Niederung der Unteren Havel, als eines der größten zusammenhängenden Feuchtgebiete Europas, bietet vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Die Untere Havel zeigt sich bei einer Paddeltour von ihrer schönsten Seite. In Pritzerbe, Milow, Rathenow oder Strodehne können Boote ausgeliehen werden. Lautlos mit der schwachen Strömung gleitend, geht es vorbei an historischen Ortskernen und durch idyllische Altarme. Unvergessliche Erlebnisse bieten geführte Touren mit einem der letzten Fischer der Region, Ausflüge auf einem umgebauten Spreewaldkahn oder mit Ausflugsschiffen, die in Brandenburg, Rathenow oder Havelberg starten. Unterwegs sind erste Ergebnisse der Havelrenaturierung zu sehen: Zwischen Strodehne und Havelberg wurden Altarme wieder an den Fluss angeschlossen, Uferabschnitte entsiegelt und Flutrinnen ertüchtigt. Mehr Infos zum Projekt unter www.nabu.de.

Lohnens­wert ist ein Stopp im Natur­parkZentrum in Milow. Sind Fische wirklich stumm? Warum färbt sich der Moorfrosch blau? Wie viel Haare hat ein Otter? Was passiert bei der Renaturierung eines Flusses? Welche Sterne leuchten am Himmel? Hier gibt es die Antworten. Highlight ist das Sternenzelt. Dunkelheit umhüllt die Besucher, nachtaktive Tiere sind zu hören und an der Decke leuchten Sternenbilder. Am Ufer der Havel und Stremme gelegen, ist das NaturparkZentrum auch idealer Ausgangspunkt für Ausflüge, z.B. für eine Paddeltour. 

20 Jahre Naturpark Westhavelland

Das Jubiläum wird gefeiert – und zwar am 30. Juni 2018 ab 14 Uhr im Arboretum in Lüttgen Dreetz. Mit vielen Mitmach-Aktionen, Partnern und mit den Rangern im Naturpark. Sie sind herzlich eingeladen!

NaturparkZentrum Westhavelland in Milow

Stremmestr. 10
14715 Milower Land

Tel. (033 86) 21 12 27

www.nabu-westhavelland.de
www.westhavelland-naturpark.de

Geöffnet: April–Okt. tägl. 10–17 Uhr, Mi geschl., Nov.–März Do–So 10–16 Uhr

Naturwacht Westhavelland
Tel. (03 38 72) 700 25

westhavelland[at]naturwacht.de
www.naturwacht.de

 

 

Neues Leben in alten Häusern

25-Kilometer-Radtour durch 7 Glien-Dörfer

Glien, das heißt soviel wie Lehm. Die hier siedelnden Slawen benannten ihr Land einst nach seinem lehmigen Boden. Heute grenzt die Gemeinde Schönwalde-Glien direkt an Berlin-Spandau. Wer gern auf zwei Rädern unterwegs ist und Kleinode am Wegesrand entdecken möchte, der folgt dem Logo des kleinen radelnden brandenburgischen Adlers und nutzt von Spandau kommend den Havelland-Radweg. Er führt vorbei an Wälder und Feldern durch alle sieben Ortsteile der Gemeinde im Ländchen Glien. Zurück geht es dann bequem von Nauen mit dem Zug.

Start ist in Schönwalde-Siedlung. Neben dem Mauerdenkmal, das an die Teilung Deutschlands erinnert, sind hier das ca. 450 Jahre alte Eichenensemble und der Waldwichtelpfad schöne Stationen. Der Radweg führt weiter über den Havelkanal in den Ortsteil Schönwalde-Dorf, wo sich Kinder auf ein Tiergehege freuen können. Das rekonstruier­te Fachwerkhaus „Kreativ“ mit Scheune lädt zu Kunstausstellungen und Theateraufführungen ein. Über die Bahngleise und an Wiesen vorbei gelangen die Radler in den Ortsteil Wansdorf mit der Barockkirche in der Dorfmitte. Dann geht es durch ein Waldstück nach Pausin. Hier zeigt die Waldschule Interessantes zur Flora und Fauna. Auf dem Alpakahof lassen sich die putzigen Vierbeiner streicheln oder nach Anmeldung auch für einen Waldspaziergang ordern. Im nächsten Ortsteil Perwenitz zeigt die Kulturmühle wechselnde Ausstellungen. Imposant ist die Trauerbuche neben der Kirche.

Weiter auf dem Havelland-Radweg überqueren die Radler nun den Außenring der Autobahn. Paaren im Glien ist erreicht, wo das MAFZ das ganze Jahr über zu Events einlädt. Auf dem Dorfanger besticht die Nikolaikirche mit ihren roten Klinkern. Das Stägehaus gleich daneben ist eines der wenigen erhaltenen Mittelflurhäuser. Ein Museum mit Café erzählt die Geschichte der Bauernfamilie Stäge. Zu besonderen Anlässen gibt es Kuchen und Brot aus dem Holzbackofen, wird Butter frisch im Fass gestampft.

Der letzte Ortsteil auf der Radreise – als Abstecher vom Haveland-Radweg – ist Grünefeld. Die Gesell-Orgel in der barocken Kirche ist hörenswert. Im Sommer lockt der nahe Kiessee zum Sprung ins erfrischende Nass. Von Grünefeld sind es rund 13 Kilometer auf dem straßenbegleitenden Radweg der B 273 bis Nauen. Von hier bringen die RB 10 und RB 14 sowie der RE 2 die Ausflügler nach Berlin zurück.

Auf die Havel, fertig, los!

Starten Sie in Ketzin/Havel zu schönen Kanutouren

Sie windet sich mal dick, mal dünn durch die Landschaft, plustert sich gar auf zu Seen und nimmt Inseln anmutig in ihre Mitte. Die Rede ist von der Havel – ein wirklich schönes Wassersport­revier rund um Ketzin/Havel. Die schmucke kleine Fischerstadt ist idealer Ausgangspunkt für Paddeltouren. Ob Anfänger oder Fortgeschritter – hier findet jeder seine Lieblingstour. Los geht es immer am Strandbad Ketzin/Havel, denn hier können Sie Kanus, Ruderboote und sogar SUP-Boards ausleihen. Es gibt einen Beachvolleyballplatz, den Barfußpfad für die Jüngsten und einen Imbiss. Bringen Sie Ihr Zelt mit, können Sie auf dem Biwakplatz mit Feuerstelle, WC, Trinkwasser und Sitzmöglichkeiten nach einer längeren Paddeltour auch übernachten.

Hier sind unsere Tipps für drei schöne Paddelstrecken:

Sandbanksafari – für Anfänger
ca. 3,5 km 1 bis 2 Stunden

Die erste Sandbank entdecken Sie bereits nach 400 Metern auf der Höhe der Liebesinsel. Dann geht es vorbei an der Ketziner Fähre Richtung Reederei Herzog und zur nächsten Sandbank. Sie können sich gut am alten Binnenschiff orientieren, das hier am Ufer liegt. Paddeln Sie zur gegenüberliegenden Seite, umfahren Sie die kleine Insel und gleiten Sie nun vorbei an Seerosenfeldern zurück zum Strandbad. Diese kurze und abwechslungsreiche Tour eignet sich auch wunderbar für Familien mit Kindern.

Tour Natur
ca. 7 km hin und zurück rund 4 Stunden

Vom Strandbad paddeln Sie in nördliche Richtung, vorbei an der Altstadt Ketzin/Havel und dem BayWa, einem Umschlagplatz von Getreide und Futtermitteln am Havel­ufer. Rechter Hand führt Sie der Ziegeleikanal in die Ketziner Bruchlandschaft. Hier öffnet sich Ihnen eine wunderschöne, verzweigte Landschaft mit kleinen Havelseen und Inseln. Je nach Zeit und Kondition entscheiden Sie, wie weit Sie paddeln möchten. Auf dem gleichen Weg geht es dann wieder zurück.

Trebel-Adventure – für Fortgeschrittene
ca. 9 km rund 5 Stunden

Bei dieser Tour paddeln Sie vorbei am Langen Werder in den Dammgraben und Stichkanal in den Trebelsee. Hier können Sie am Wasserwanderrastplatz Schmergow Halt machen und picknicken. Weiter führt die Tour Richtung Norden vorbei an der Kormoraninsel zur Alten Havel. Folgen Sie ihrem Lauf, erreichen Sie den Wasserwanderrastplatz Lilienweg (ausgeschildert). Nach einer Pause nehmen Sie Kurs auf den Getreide-Umschlagplatz BayWa, passieren linker Hand die Altstadt und fahren durch eine Flachwasserzone mit Seerosenfeldern zum Strandbad zurück.

Tourist-Information und Museum Ketzin/Havel

Rathausstr. 18
14669 Ketzin/Havel

Tel. (03 32 33) 738 30

tourismus[at]ketzin.de
www.tourismus.ketzin.de

Strandbad Ketzin/Havel
Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg 31
14669 Ketzin/Havel

Tel. 0171 97 11 547

Geöffnet: Mai bis September 10 bis 20 Uhr (witterungsbedingte Schließungen möglich)

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