Gesellschaftssaal im Schloss Paretz, © Foto: SPSG, Schloss Paretz,

Preußische Residenzen

Schlossperlen zwischen Seen und Wäldern

Über Generationen haben preußische Monarchen in der Mark Brandenburg ihre „Lieblings­zweitwohnsitze“ gebaut. Heute reihen sich diese idyllischen Schlösser wie eine prächtige Perlenkette von Schloss Paretz, Schloss Caputh, über Schlossmuseum Oranienburg bis hin zu Schloss Rheinsberg aneinander.

Nur etwa 20 Kilometer vom berühmten Schloss Sanssouci in Potsdam entfernt, findet man eine erste Perle – Paretz, das Ideal eines pittoresken Landsitzes, der sich harmonisch in die weite Landschaft der Havel einfügt. Königin Luise und ihr Gemahl, Friedrich Wilhelm III., verfügten 1797 den Bau von Schloss und Dorf Paretz als Sommerresidenz, um ein bürgerliches Familienleben genießen zu können. Als Musterbeispiel der preußischen Landbaukunst um 1800 erfüllte diese sowohl den Wunsch nach einem königlichen Landsitz als auch die Anforderungen an ein funktionierendes Bauerndorf. Ein Rundgang durch die Schlossräume mit seinen kostbaren Möbeln, Gemälden und den berühmten Paretzer Papiertapeten gibt faszinierende Einblicke in die Lebenswelten der als unbeschwert und temperamentvoll geltenden Luise.

Dem Fluss der Havel in Richtung Süden folgend, liegt ein weiteres in der Landschaft verstecktes Schlösschen: Vor 350 Jahren schenkte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Schloss Caputh seiner zweiten Gemahlin Dorothea. Das kleine, frühbarocke Landhaus ist ein Paradebeispiel fürstlicher Wohnkultur um 1700 mit Festsaal, fürstlichen Gemächern und Deckengemälden. Ein besonderes Juwel ist der Sommerspeisesaal mit ca. 7.500 niederländischen Fayencefliesen. Der angrenzende Schlossgarten zeigt Ideen des preußischen Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné.

Radfahrer an der Havel in Werder (Havel) ©: Marco Brückner

Havelland – ganz und gar

Raus auf’s Land! Berlin und Potsdam sind die perfekten Einstiegsorte für eine Rundtour durch das Havelland. Zwei bekannte Radwege durchziehen die Region: Havel- und Havelland-Radweg. Möchten Sie mehrere Tage unterwegs sein, dann seien Ihnen beide Wege als Rad-Rundkurs durch das Havelland empfohlen. Ab der Metropolen erleben Sie den Fluss mit vielen ineinander übergehenden Seen. Entlang an Preußischen Schlössern, durch kleine märkische Dörfer, radeln Sie durch die Stadt Brandenburg an der Havel in den Naturpark Westhavelland mit romantischen Nebenarmen der Havel und dem Blick über weite Wiesen. In Rathenow verabschieden Sie sich vom Fluss. Weiter auf dem Havelland-Radweg führt die Route nun durch malerische Luch- und Auenlandschaften bis in Fontanes Ribbeck mit seinem Birnbaum, bevor es wieder zurück nach Berlin geht.

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