Das klügste Kleeblatt Potsdams

Vier Museen – ein Ticket

Potsdams reiche Geschichte sorgt für eine außerordentlich vielseitige Museums­landschaft in der Stadt. Spannendes, Kurio­ses, Wissenswertes wird gezeigt – und das immer in sehenswerten historischen Quartieren. Das Gebäude des Naturkundemuseums wurde 1770 von Georg Christian Unger erbaut. Das Filmmuseum stellt in der kurfürstlichen Orangerie von 1685 aus. Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt im könig­lichen Kutschstall seine Exponate, und natürlich sammelt und forscht auch das Potsdam Museum in einem historischen Gebäude, im Alten Rathaus, einst in Auftrag gegeben von Friedrich dem Großen. Diese vier Museen in Potsdams historischer Mitte laden gemeinsam zu einem Besuch ein. Das Kombiticket, erhältlich in den Museen und Touristinformationen, kostet 12 Euro und berech­tigt innerhalb eines Jahres einen Erwachsenen und bis zu zwei Kinder zu einem einmaligen Besuch.

 

1) Filmmuseum Potsdam

Die ständige Ausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“ erzählt auf unterhaltsame Weise von der Entstehung eines Films. Bis 22. April verführt das Filmmuseum in der Ausstellung „Alles dreht sich ... und bewegt sich“ zum Tanz. Filmische Klassiker und Musicals werden gezeigt, aber auch Asta Nielsens abgründiger Apachen-Tanz und Ralph Fiennes Anzug aus „Onegin“. Ab 28. Juni wird in der Ausstellung „Mächtig gewaltig. Die Olsenbande im Museum“ der 50. Geburtstag der Kultserie gefeiert. Das Kino lädt zu Filmen mit internationalen Gästen oder mit Live-Begleitung an der Welte-Kinoorgel ein.

2) Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Früher der „Stall“ für die königlichen Kutschpferde, heute ein denkmalgeschütztes Ausstellungshaus: Die ständige Brandenburg-Preußen-Ausstellung ist noch bis Mitte Juli 2018 zu sehen. Bis zur Neueröffnung 2020 informiert dann eine Interimsausstellung mit dem Potsdamer Stadtmodell von 1912 über die historische Stadtmitte zwischen Altem und Neuem Markt. Als Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 SHARING HERITAGE beschreibt ab 8. September eine Sonderausstellung die Region „Beiderseits der Oder: Geschichtsraum/Grenzraum/Begegnungsraum“ als gemeinsamen erinnerungsgeschichtlichen Raum von Deutschen und Polen. In Fotografien, historischen Zeugnissen und Inter­views spiegeln sich Brüche und Kontinuitäten, Fremdheit und neue Vertrautheit, Geschichtsvergessenheit und Geschichtsinteresse.

3) Potsdam Museum

Es war einmal ein unbedeutender mittelalterlicher Ort, der zur barocken Residenzstadt wurde und heute als Landeshauptstadt das Bundesland Brandenburg vertritt. 500 Objekte aus Kultur- und Alltagsgeschichte erzählen die 1.000-jährige Geschichte Potsdams. Unter dem Titel „Potsdam, ein Paradies für meine Kamera“ sind von April bis Ende August Fotografien von Max Baur zu sehen. Sie laden ein zu einer spannenden Zeitreise durch das alte Potsdam. Während der Sommerferien lädt das Museum zu interessanten Workshops rund um das Thema Fotografieren ein.

Perfekt zum Entspannen nach dem Museumsbesuch ist das Café Central.

4) Naturkundemuseum Potsdam

© Naturkundemuseum Potsdam/D. Marschalsky, Gebäude NKM/R. Janiszewsky; Filmmuseum/Julietta L. Wehr

Das Museum gibt auf über 650 Quadratmetern Einblicke in die Tierwelt und Artenvielfalt Brandenburgs. Neben einer Braunbärin im Foyer können auf den einzelnen Etagen Wolf, Elch & Co. hautnah betrachtet werden. Wer wissen will, wie der Specht, unser typischer Waldbewohner, ruft und trommelt, erfährt dies in der Ausstellung „Tierisches Leben im UNESCO-Welterbe“. Im Keller des Museums verbirgt sich ein großes Aquarium. Dort leben etwa 40 heimische Fisch­arten, darunter Hecht, Stör und Wels. In den Winter-, Sommer- und Herbstferien finden immer mittwochs Mitmachaktionen für Familien und Kinder statt. Das Museum bietet außerdem tierisch vergnügliche Kindergeburtstage und eine Museumsrallye an.

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