©Fotos: Tourismusverband Prignitz - Fotostudio Prokopy

Zeitreisen in Wittstock an der Dosse

Sicher werden Sie 2019 zur Landesgartenschau nach Wittstock kommen, schon wegen der Rosen, für die die Stadt berühmt ist. Aber wie wäre es, sich schon jetzt auf eine Zeitreise in die über tausendjährige Stadt zu begeben?

Noch heute umrahmt die ca. 2.500 Meter lange Stadtmauer vollständig den historischen Altstadtkern. Sie wurde 1244 aus Backstein errichtet und dient bereits seit dem 19. Jahrhundert als Promenade. Wie gemalt steht die Burg der einstigen Bischöfe von Havelberg. Sie residierten hier 300 Jahre lang, bis zur Reformation. Heute beherbergt das mächtige Gemäuer die Museen des Kreises. Die beiden Kirchen oder die historischen Fachwerkhäuser geben Ihnen ein Gefühl für die Lebenswelt vor mehreren hundert Jahren.

Nahe Wittstock, am Scharfenberg, fand eine der größten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges statt. Am historischen Ort des Geschehens, dem Schlachtfeld von 1636, erzählen Schautafeln dessen Geschichte. Mit seinem Archäologischen Park und den zwei Renaissance-Schlössern ist der Ortsteil Freyenstein ein weiterer Geheimtipp für Entdecker.

Von Harnischen und Webstühlen

Die Kreismuseen Alte Bischofsburg mit dem Museum des Dreißigjährigen Krieges und dem Ostprignitzmuseum geben einen Einblick in viele Jahrhunderte unserer Geschichte.

Im markanten Torturm der Alten Bischofsburg in Wittstock befindet sich das deutschlandweit einzige Museum des Dreißigjährigen Krieges. Angeregt wurde dessen Gründung durch die Schlacht bei Wittstock, die im Jahre 1636 wütete und als eine der damals blutigsten Schlachten gilt. Auf sieben Ebenen wird der Besucher durch den Alltag des Krieges geführt – nicht nur den der Armee. Zahlreiche Originalgegenstände geben anschaulich Zeugnis, z.B. von den Auswirkungen der Pest in den 1630er Jahren sowie von der Hexenverfolgung. Das Ostprignitzmuseum folgt den wichtigen Ereignissen der Regionalgeschichte und präsentiert eine Fülle interessanter Objekte aus der bischöflichen Zeit, des regionalen Handwerks, vor allem des Tuchmacherhandwerks. Erzählt wird von Kriegs- und Friedenszeiten, der neuzeitlichen militärischen Nutzung der Region und vom Kampf um die „Freie Heide“. Mehrere Sonderschauen wie „Vor 50 Jahren – Der VEB Obertrikotagenbetrieb Wittstock“ und eine des Künstlers ZOYT ergänzen die Dauerausstellungen 2018. Beide Museen bieten Interessierten ein umfangreiches museumspädagogisches Programm.

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